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NWZonline.de Nachrichten Politik

2,1 Milliarden für Unikliniken

05.06.2019

Hannover Eine neue Landesgesellschaft soll die milliardenteuren Neubauten der niedersächsischen Unikliniken kontrollieren: Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) stellte am Dienstag in Hannover ein entsprechendes Modell vor. Demnach gründet das Ministerium eine Holding, die als landeseigene Dachgesellschaft den Neubau der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Universitätsklinikums Göttingen (UMG) kontrollieren soll. Als Geschäftsführer der GmbH wurde am Montag Burkhard Landré verpflichtet: Er hatte zuvor den Neubau der Universitätskliniken Lübeck und Kiel betreut. Landré soll bis 2020 mit etwa zehn Mitarbeitern die Holding aufbauen. Nach Angaben des Ministers betritt Niedersachsen mit der Konstruktion Neuland. Das eigentlich für den Bau zuständige Ministeriumsreferat wurde aufgelöst.

Tatsächlich stehen die Projekte am Anfang. Klar ist bisher, dass sowohl in Hannover als auch in Göttingen komplett neue Unikliniken entstehen sollen und dass die Projekte nach Fertigstellung des Jade-Weser-Ports zu den größten Neubauprojekten des Landes werden dürften.

Dazu will Niedersachsen ein 2,1 Milliarden Euro schweres Sondervermögen anlegen, bisher ist dieser Topf zur Hälfte gefüllt. Ob das Geld reicht, ist fraglich. „Über die Kosten kann man nur spekulieren“, sagte Thümler. Ähnliches gilt für den Zeitplan: In Göttingen soll 2020 mit einem Bettenhaus und einem OP-Trakt begonnen werden, die Kosten werden auf bis zu 450 Millionen Euro geschätzt. Der Neubau der MHH in Hannover solle ab 2022 starten. Wann der neue Klinikkomplex steht und wie er aussehen soll, ist noch unklar.

Die Konstruktion weist darauf hin, dass Thümler dem Baumanagement eine solche Mammutaufgabe nicht zutraut. Ob Jade-Weser-Port, oder Elbphilharmonie – immer wieder laufen Zeiten und Kosten von Großprojekten aus dem Ruder. Und insbesondere bei den Unikliniken müsse die Planung wegen des medizinischen Fortschritts immer wieder angepasst und aktualisiert werden.

Bauherren sind die Unikliniken. Deshalb sollen sowohl die MHH als auch die UMG ihre jeweiligen Baugesellschaften führen – die neue Holding soll aber die Kontrolle erhalten. „Es soll klar gegliedert sein: Wer trägt wo und wie Verantwortung“, sagte Thümler. Dass das Ministerium im Falle von Problemen auf die Holding verweist, weist der CDU-Politiker hingegen zurück. Wenn es soweit komme, sei immer der Minister schuld.

Klaus Wieschemeyer Korrespondent / Redaktion Hannover
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