Hannover - Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt wegen Bestechung beziehungsweise Bestechlichkeit und Drogenhandels gegen vier mittlerweile suspendierte Beamte der Justizvollzugsanstalt Sehnde, 21 Gefangene und sechs weitere Personen. 200 Polizeibeamte, darunter auch SEK-Kräfte, hatten am Sonntag Zellen, Arbeitsräume und Privatwohnungen durchsucht, so der Staatsanwaltschaft-Sprecher Oliver Eisenhauer am Mittwoch.

Der Anstoß zu den Ermittlungen sei aus der Anstalt selbst gekommen, so Hans-Christian Rümke, Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums. „Im Zusammenwirken sollen Betäubungsmittel, Medikamente und Mobiltelefone in die JVA gelangt sein.“ Die Ermittlungen stünden noch am Anfang.

In zwölf Hafträumen seien mutmaßliche Drogen, Spritzbesteck oder Streckmittel und Medikamente entdeckt worden. Außerhalb der JVA wurden 45 Handys, 70 Datenträger und zahlreiche SIM-Karten beschlagnahmt.