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NWZonline.de Nachrichten Politik

Trotz Beschwerden: Lies beharrt auf Windkraft

21.12.2019

Hannover /Im Nordwesten Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies beharrt trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen von Bürgern durch Windkraftanlagen darauf, die Windenergie auszubauen. Der SPD-Politiker, der sich selbst als „Fan der erneuerbaren Energien“ bezeichnet, erklärt im Gespräch mit der NWZ: „Es gibt keine Alternative.“ Die Energiewende könne nur durch den Ausbau der erneuerbaren Energien gelingen und dazu gehöre ausdrücklich auch die Windkraft – sowohl im Küstenvorfeld der Meere als auch im Landesinneren.

Die Debatte war unter anderem aufgekommen, nachdem Anwohner aus Holtgast (Samtgemeinde Esens im Kreis Wittmund) und aus Arle (Gemeinde Großheide im Kreis Aurich) in einem NWZ-Bericht über massive gesundheitliche Probleme geklagt hatten. Sie machen moderne Windparks, die in unmittelbarer Nachbarschaft ihrer Häuser stehen. für Schlaflosigkeit, Migräne, Herzflattern, Augenflimmern und Antriebslosigkeit bis hin zum Burnout verantwortlich.

Auf NWZ-Nachfrage, was er denn dazu sage, wenn Menschen durch Windkraft erkranken würden, beteuert der Minister, dass er die gesundheitlichen Probleme nicht bestreitet. „Und dass das eine hohe gesundheitliche, emotionale und psychische Belastung ist, stelle ich auch nicht in Abrede. Die Frage ist aber, in welchem Zusammenhang die Windenergieanlagen mit den gesundheitlichen Problemen stehen“, betont Lies. „Es gibt auch Menschen, die belastet der Verkehrslärm, und sie können nicht schlafen.“

Der Minister lebt in Sande (Friesland) selbst in der Nähe eines Windparks. Die nächste Anlage sei 850 Meter von seinem Wohnhaus entfernt – in etwa so wie bei den betroffenen Anwohnern, die über „überlagerte Schwingungen“ sowie „ständige Vibrationen“ klagen. Ihm geht es nach eigenen Worten mit der Windkraft „richtig gut“. Zudem sei er froh, dass seine Kinder mit dem Windpark aufgewachsen seien und nicht 50 Kilometer entfernt in Rodenkirchen nahe des Kernkraftwerkes Unterweser, wo Jodtabletten verteilt würden.

Der Umweltminister weiß um die Rückendeckung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der seine Haltung kürzlich in einer Regierungserklärung sehr deutlich gemacht hatte: „Im Zweifel für die Windkraft.“


NWZ-Reportage aus Holtgast unter   www.ol.de/windkraft-krank 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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