Hannover/Im Nordwesten - Sie versprechen eine kleine Auszeit vom Alltag und sind oft nur einen Spaziergang entfernt: Parks in Niedersachsen erfreuen sich gerade in Corona-Zeiten oft großer Beliebtheit. So zeigt sich die Stadt Hannover mit der Besucherentwicklung in den Herrenhäuser Gärten sehr zufrieden: Der Verkauf der Jahreskarten stieg um zehn Prozent. Auch der Schlosspark im ostfriesischen Lütetsburg bei Norden spürt ein steigendes Interesse. „Von der Tendenz her haben wir in diesem Jahr mindestens 10 bis 25 Prozent mehr Besucher“, sagt Stefan Olbrich vom Parkmanagement.
PARK DER GÄRTEN
Nach der verspäteten Eröffnung am 6. Mai sei der Besucherzuspruch zunächst verhalten gewesen, sagte eine Sprecherin des Parks in Bad Zwischenahn. „Durch die große Hitze ist auch aktuell das Interesse tagsüber eher gering.“ Allerdings ziehe die Veranstaltung „Illumination Spezial 2020“ in den Abendstunden viele Gäste in den Park. Die Kasse ist bis 22 Uhr und der Park bis 24 Uhr geöffnet.
SCHLOSSPARK LÜTETSBURG
Der rund 30 Hektar große Schlosspark wurde zwischen 1790 und 1810 im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt und zieht jedes Jahr etwa 40 000 bis 50 000 Besucher an, sagt Olbrich. Auch als die Corona-Einschränkungen im März landesweit in Kraft gesetzt wurden, sei der Park nicht geschlossen worden. Für ein paar Wochen habe man auf das Eintrittsgeld von zwei Euro verzichtet. Mit den ersten Reiseöffnung im Mai seien wieder viele Gäste aus NRW über den „Ostfriesenspieß“ A 31 in den Park gekommen.
SCHLOSSGARTEN OLDENBURG
Das Besucherinteresse am Schlossgarten Oldenburg sei bereits seit drei bis vier Jahren spürbar gestiegen, sagt Parkchefin Trixi Stalling. Die Zahlen würden aber nicht erfasst. Im Eversten Holz habe sie festgestellt, dass dort mehr Sportler unterwegs seien.
HERRENHÄUSER GÄRTEN
Die Herrenhäuser Gärten in Hannover gehören zu den bekanntesten historischen Gärten in Europa. Die Parks mussten Mitte März aufgrund der Corona-Bestimmungen schließen. Als zwei der ersten historischen Gärten in Europa seien der Große Garten und der Berggarten für Gäste wieder geöffnet worden. Im Mai waren mehr als 50 000 Gäste in beiden Gärten, im Juli kletterte die Zahl auf mehr als 70 000, so ein Stadtsprecher.
