HANNOVER - Die Antwort der Landesregierung auf ihre Anfrage zu möglichen Gesundheitsgefährdungen der Anwohner im Umfeld des Midgard-Hafens durch den Kohleumschlag hält die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter aus Nordenham für unzureichend. „Die Landesregierung gibt sich mit errechneten Prognosen über den Staubniederschlag zufrieden. Genaue Angaben über die tatsächlichen Niederschläge (Depositionen) und deren Giftigkeit (Toxizität) kann sie nicht machen“, kritisiert Ina Korter.

Die Regierung nehme nicht Stellung zu Vorschlägen des Landesgesundheitsamtes, die Niederschläge genau zu messen, um gesundheitliche Be-lastungen sicher ausschließen zu können. Trotzdem schreibe die Landesregierung, dass eine Gesundheitsgefährdung nicht zu erwarten sei. Ina Korter: „Wieder einmal zeigt die Landesregierung, vor allem der verantwortliche Umweltminister Sander, dass bei ihr das wirtschaftliche Interesse des Hafenbetriebes vor dem Schutzinteresse der Bürgerinnen und Bürger rangiert.“

Die Grünen-Abgeordnete will die Landesregierung detailliert noch einmal zu den Empfehlungen des Landesgesundheitsamtes befragen. „Es kann doch nicht sein, dass eine Landesbehörde gutachterlich genaue und toxizitätsbezogene Messungen empfiehlt und den Umweltminister das nicht interessiert“, meint sie.