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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kriminalität: Erfolgsquote falscher Polizisten sinkt

22.07.2020

Hannover Die Aufrufe der Polizei zur Vorsicht vor sogenannten falschen Polizisten zeigen Wirkung. Im ersten Halbjahr 2020 hätten diese in Niedersachsen mehr Versuche für eine erfolgreiche Tatausführung benötigt als in der Vergangenheit, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Insgesamt seien aber deutlich mehr Fälle registriert worden als im Vorjahreszeitraum.

Häufig arbeiten die Kriminellen nach diesem Muster: Ein Anrufer gibt vor, dass es Hinweise auf einen bevorstehenden Einbruch gibt. Der Name des Angerufenen wurde angeblich auf einer Opferliste von Kriminellen gefunden. Im zweiten Schritt klingelt dann ein falscher Polizist, um Bargeld oder Wertgegenstände abzuholen und sie in Sicherheit zu bringen.

Mehr Versuche

Die Erfolgsquote der falschen Polizisten ist aber gering: 2018 waren sie laut LKA bei 4235 Taten in 2,3 Prozent der Fälle erfolgreich. Dabei erbeuteten die Betrüger insgesamt 4,7 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei in Niedersachsen einen Gesamtschaden von rund 3,3 Millionen Euro, 95 erfolgreiche Taten und 7731 Versuche – das ist eine Quote von 1,2 Prozent. Und die Ermittler gehen davon aus, dass sich das Verhältnis im ersten Halbjahr 2020 weiter zum Nachteil der Täter verändert hat.

In Osterholz-Scharmbeck lief es zuletzt aus Sicht der Kriminellen beispielsweise nicht nach Plan: In mindestens elf Fällen seien die Angerufenen misstrauisch geworden und hätten das Gespräch beendet, mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet. Auch andere Polizeidienststellen berichteten in den vergangenen Tagen über Fälle, in denen falsche Polizisten aufflogen. So wurden bei der Polizei in Varel am vergangenen Mittwoch zum Beispiel rund 20 Fälle angezeigt, bei denen die Täter die Angerufenen beim Erstkontakt aufforderten, die Türen und Fenster wegen eines Verbrechens in der Nachbarschaft zu schließen.

Doch immer wieder sind die Anrufer auch erfolgreich: In Herzlake (Emsland) ergaunerte sich zuletzt ein falscher Polizist von einem älteren Ehepaar einen vierstelligen Betrag. Er hatte sich nach Bargeld und Wertgegenständen erkundigt und forderte das Paar auf, diese in einer Tasche vor die Haustür zu legen. Ein Unbekannter habe die Tasche dann abgeholt, berichtete die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim.

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Falschgeld als Vorwand

Schlimmer kam es in der vergangenen Woche noch für eine Rentnerin in Osnabrück: Wegen angeblichen Falschgeldverdachts wurde sie gebeten, der Polizei einen fünfstelligen Betrag zu übergeben. Die Frau hob das Geld ab und legt es auf den Vorderreifen eines Autos, mit dem die Täter kurze Zeit später davon fuhren.

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