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Aktualisiert vor 20 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kriminalität: Künstliche Intelligenz gegen Kinderpornografie

17.01.2020

Hannover Mithilfe von selbstentwickelter Künstlicher Intelligenz (KI) will Niedersachsen als erstes Bundesland die Ermittlungen zu Kinderpornografie im Netz beschleunigen. Ziel sei, die Beamten zu entlasten und die Täter schneller zu verurteilen, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag. Der Verbreitung des Materials im Netz gehe der Missbrauch unzähliger Kinder voraus, es seien „abscheulichste Straftaten zum Nachteil der Schwächsten“. Die Täter müssten schnell identifiziert werden. Zu dem neuen System sei Niedersachsen im Gespräch mit anderen Bundesländern.

Die Polizei in Niedersachsen nehme damit eine Vorreiterrolle ein, sagte Pistorius. IT-Fachleute des Landeskriminalamts (LKA) hätten ein neuronales Netz entwickelt, das lernfähig sei und kinder- und jugendpornografische Inhalte erkennen könne, erklärte LKA-Präsident Friedo de Vries. Damit könne die Bearbeitungsdauer der Fälle verringert werden – bislang sei das Material manuell gesichtet worden. Vorteil der Software: Während ein Ermittler pro Sekunde ein Bild sichten und im Jahr eine Datenmenge von 4,75 Terabyte bearbeiten könne, bewältige die Software das in weniger als drei Tagen.

Beschlagnahmte oder im Netz gefundene Dateien würden vorselektiert. Die Trefferquote liege bei mehr als 96 Prozent, sagte de Vries. Ab Februar sollen Ermittler in einer einjährigen Pilotphase unterstützt werden.

Bislang ist die manuelle Bearbeitung nach Einschätzung von Pistorius eine „enorme Belastung für die Kollegen“. Nach vorläufiger LKA-Auswertung stieg die Zahl der Verfahren zum sexuellen Missbrauch von Kindern 2019 um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bei der Verbreitung pornografischer Schriften waren es 75 Prozent. Internet und Digitalisierung treiben auch die Kinderpornografie an: 2018 stellte die niedersächsische Polizei Datenträger mit einem Volumen von rund 1,3 Petabyte sicher – ein Petabyte entspricht gut einer Million Gigabyte.

Das neue System werde auch nach der Pilotphase weiterentwickelt werden, kündigte Projektleiter Christian Bomert an. Später soll es sogar zwischen Kinder- und Jugendpornografie unterscheiden können – also das Alter erfassen.

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