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NWZonline.de Nachrichten Politik

Medizin: Weil stützt kleine Kliniken

07.01.2020

Hannover Für den Erhalt einer flächendeckenden Krankenhausversorgung in Niedersachsen macht sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stark. „Wir wollen ganz bewusst in unserem großen Flächenland ein dezentrales Krankenhausangebot aufrechterhalten“, sagte er. „Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Standort automatisch ein optimaler ist.“ Damit Kliniken saniert werden können, stelle das Land über eine Milliarde Euro zur Verfügung. „Voraussetzung ist aber jeweils ein zukunftsfähiges Konzept vor Ort.“ Vielerorts gebe es eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Standorten.

Aktuell gibt es im Land nach Angaben der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) 172 Kliniken, die Zahl ist in den vergangenen Jahren gesunken. Vor zehn Jahren waren es noch 196 Krankenhäuser.

Für Wirbel hatte im Sommer eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung gesorgt. Statt knapp 1400 Kliniken bundesweit reichten demnach deutlich unter 600 aus. Zuvor war der wissenschaftliche Leiter des Gesundheitsökonomischen Zentrums Berlin, Reinhard Busse, zu einem ähnlichen Ergebnis für Niedersachsen gekommen. Das Land könne mit etwa 36 statt 172 Kliniken auskommen, rechnete er in seiner Studie vor.

„Ich halte dagegen, dass es ein tiefes Bedürfnis in der Bevölkerung gibt, eine gute medizinische Versorgung in erreichbarer Nähe zu haben“, sagte Weil. Das halte er für ein ganz wesentliches Element von hoher Lebensqualität im ländlichen Raum.

Mit der Zukunft der medizinischen Versorgung in Niedersachsen auch im Krankenhausbereich beschäftigt sich eine Enquetekommission des Landtags. Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen. „Die große Streichliste gibt es nicht“, sagte der Vize-Geschäftsführer der NKG, Marten Bielefeld. Der Ersatzkassenverband nannte als Beispiele für Kliniken, die in Pflegeheime umgewandelt werden könnten, die Standorte Clausthal-Zellerfeld, Bad Gandersheim, Einbeck, Gronau, Weener und Brake.

Der Niedersächsische Städtetag stimmt der Haltung der Landesregierung zu. „Es muss eine flächendeckende Versorgung geben“, sagte Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Arning auf Nachfrage der NWZ.

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