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NWZonline.de Nachrichten Politik

Lies: Klare Linie gegenüber Wölfen

06.02.2018

Hannover In die Diskussion um den richtigen Umgang mit Problem-Wölfen geht Niedersachsens neuer Umweltminister Olaf Lies (SPD) „mit einer klaren Haltung“: „Wenn die Distanz zu Menschen zu gering wird, dann müssen wir den Wolf vergrämen oder erschießen“, betonte Lies am Montag vor Landtagsabgeordneten. Eine Möglichkeit sei auch, die Raubtiere einzufangen und in einem Wildgehege auszusetzen. In jedem Fall, so Lies, genieße die Sicherheit der Menschen Priorität auch gegenüber dem gesetzlich geschützten Wolf. Lies: „Die Bevölkerung muss sich sicher fühlen, sonst leidet die Akzeptanz gegenüber dem Wolf.“

Der Umweltminister bezog sich dabei auf Begegnungen der jüngsten Vergangenheit, als ein Wolf völlig ohne Scheu durch die Straßen von Walsrode zog. Für Lies ist deshalb klar: „Der Wolf ist hier und wird auch bleiben. Daher müssen wir das Miteinander besser organisieren.“ Der Minister lässt in den nächsten Wochen intensiv ein neues Wolfs-Konzept erarbeiten. Zugleich fordert Niedersachsen von der EU klare Aussagen zum Erhaltungszustand des Wolfs in Europa. Davon hängt ab, ob der Wolf bei einer hohen Population leichter entnommen werden kann.

Die Landesregierung will in jedem Fall Tierhalter, die unter Wolfsattacken auf Nutztiere leiden, künftig besser unterstützen. „Wir müssen den Schutz erhöhen“, lautet Lies’ Maßgabe. Dazu gehören nicht nur mehr und höhere Zäune gegen Wölfe, sondern auch die Finanzierung solcher Schutzvorrichtungen ebenso wie von Schutzhunden durch das Land.

Die Grünen äußern scharfe Kritik am Umgang mit dem Wolf durch die Große Koalition in Niedersachsen, aber auch durch die beabsichtigte Groko in Berlin. „Wölfe abzuschießen, ist billiger Populismus“, klagt Ex-Minister Christian Meyer (Grüne).

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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