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NWZonline.de Nachrichten Politik

Die Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl

05.10.2017

Hannover In Niedersachsen versuchen mehrere prominente Spitzenkandidaten in den Landtag einzuziehen. Einige von ihnen sind in Hannover schon lange dabei, andere dagegen sind Newcomer:

Stephan Weil (SPD)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Bild: imago

Als Niedersachsens Ministerpräsident führt SPD-Landeschef Stephan Weil (58) seine Partei mit einem Amtsbonus in den Wahlkampf. Der frühere Oberbürgermeister von Hannover, der seit 2013 an der Spitze der rot-grünen Landesregierung steht, strahlt gerne Souveränität und norddeutsch-kühle Gelassenheit aus. Kritik seiner politischen Gegner lässt der in Hamburg geborene Jurist gerne mit einem Lächeln an sich abperlen. Der verheiratete Vater eines Sohnes und bekennende Fußballfan ist seit Januar 2012 Landeschef der SPD, in die er 1980 eingetreten war.

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Bernd Althusmann (CDU)

CDU-Kandidat Bernd Althusmann. Bild: imago

Niedersachsens CDU setzt bei der Landtagswahl auf Bernd Althusmann. Der in Oldenburg geborene Pfarrerssohn wohnt in Lüneburg und soll die CDU wieder an die Macht in Niedersachsen bringen. Er gilt als sachlicher Typ, der sowohl Regierungserfahrung wie auch - als mehrjähriger Leiter eines Stiftungsbüros in Afrika - ein Stück internationale Erfahrung vorweisen kann. Der 1990 in die Partei eingetretene Reserve-Offizier hat Pädagogik studiert. Der 50-Jährige ist zweiter Ehe verheiratet und hat in seiner Patchworkfamilie zwei Kinder aus erster Ehe und eins mit seiner neuen Frau, die selbst zwei Kinder aus erster Ehe hat. Von 1994 bis 2009 gehörte er dem Landtag an, bevor er erst Kultus-Staatssekretär, dann Kultusminister wurde.

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Stefan Birkner (FDP)

Stefan Birkner, FDP. Bild: imago

Der eher stille, akribische FDP-Landesvorsitzende gilt als umsichtig, sachlich und besonnen. Von Januar 2012 an bis zum Regierungswechsel 2013 war der verheiratete zweifache Vater Niedersachsens Umweltminister. Im Landtag wurde der 44-Jährige als Nachfolger des in den Bundestag wechselnden Christian Dürr gerade zum neuen Fraktionschef gewählt. Auf dem in der Schweiz geborenen Juristen lastet hoher Druck: 2013 hatte er mit 9,9 Prozent der Stimmen ein unerwartet hohes FDP-Ergebnis eingefahren, das er halten und ausbauen will. Dabei setzt er auch auf Rückenwind von der Bundestagswahl.

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Anja Piel (Grüne)

Anja Piel, Vorsitzende der Grünen in Niedersachsen. Bild: imago

Die aus Lübeck stammende Industriekauffrau steht seit 2013 an der Spitze der Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag und lebt im Kreis Hameln. Zu den Grünen fand sie Ende der 1990er Jahre über den Atomprotest, einem bestimmten Flügel will sich die als kommunikativ und offen geltende Piel nicht zurechnen lassen. Die 51-Jährige war von 2010 bis 2013 Landeschefin der Grünen und kandidierte erstmals für den Landtag 2013 - die Grünen erzielten damals mit 13,7 Prozent ihr bestes Niedersachsen-Ergebnis. Zuvor war die verheiratete Mutter zweier Kinder Fraktions-Geschäftsführerin der grünen Ratsfraktion in Hameln, wo sie am Aufbau des dortigen Mütterzentrums mitwirkte.

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Anja Stoeck (Linke)

Anja Stoeck, Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen. Bild: Holger Hollemann/dpa

Niedersachsens Linke wird von der Physiotherapeutin Anja Stoeck in den Wahlkampf geführt. Die in Winsen/Luhe wohnende Mutter von sieben Kindern hat sich nach eigenen Angaben bereits früh politisch engagiert. Sie war bis 1989 SPD-Mitglied, bevor die 51-Jährige dann 2005 - „hochschwanger mit dem vorletzten Kind“ - zum Linke-Vorläufer WASG (Arbeit & soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative/WASG) wechselte. Die in Hamburg geborene Stoeck bildet auf Landesebene mit der Bundestagsabgeordneten Pia Zimmermann die erste weibliche Doppelspitze der Linkspartei. Sie fordert zur Finanzierung ihrer Wahlkampfversprechen eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer.

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Dana Guth (AfD)

Dana Guth, Spitzenkandidatin der AfD. Bild: Philipp Schulze/dpa

Die AfD versucht mit der 47-jährigen Immobilien- und Versicherungsmaklerin Dana Guth als Spitzenkandidatin erstmals in den niedersächsischen Landtag einzuziehen. In die Partei eingetreten ist die in Herzberg am Harz wohnende Guth im Jahr 2016, sie wurde wenig später bereits AfD-Vorsitzende im Kreis Göttingen. Auslöser für ihren Parteieintritt war nach ihren eigenen Angaben der massive Flüchtlingszuzug in Deutschland im Jahr 2015. Die in Mehrow (bei Berlin) geborene Guth gehörte dabei früh schon der parteiinternen Opposition an - die verheiratete zweifache Mutter galt bisher als Kritikerin des AfD-Landesvorsitzenden Paul Hampel.

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