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NWZonline.de Nachrichten Politik

Wer hat Sie im TV-Duell zur Landtagswahl überzeugt?

10.10.2017

Hannover /Oldenburg Deutlich streitlustiger als die Spitzenkandidaten ihrer Parteien im Bundestagswahlkampf haben sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und sein Herausforderer Bernd Althusmann (CDU) am Dienstagabend im TV-Duell gezeigt. Beide Politiker geizten fünf Tage vor der Landtagswahl in der Sendung des NDR nicht mit heftigen Vorwürfen gegen den politischen Gegner.

So hielt Weil der CDU wegen des Wechsels der Grünen-Abgeordneten Elke Twesten zur Union einen groben Verstoß gegen demokratische Spielregeln vor. Sie sei bei der CDU mit offenen Armen aufgenommen worden, sagte Weil: „Das war ein schwerer Fehler – ich glaube, das hängt Ihnen wie ein Mühlstein um den Hals, Herr Althusmann.“

TV-Duell in Schlaglichtern: NWZ-Korrespondent Gunars Reichenbachs berichtet

Sein Kontrahent sagte: „Sie hat sich entschieden, in die CDU-Fraktion zu kommen.“ Solche Wechsel habe es in Parlamenten schon immer gegeben. Althusmann hingegen hielt Weil mit Blick auf ein mögliches Regierungsbündnis der SPD mit den Grünen und den Linken vor: „Sie eiern herum, Sie sagen den Menschen nicht die Wahrheit!“ Weil erinnerte Althusmann daran, dass er selbst mehrfach öffentlich gesagt habe, die Linke werde es diesmal nicht in den Landtag schaffen. „Sie glauben selbst nicht an die Ängste, die Sie hier gerade schüren.“

Weil schloss eine große Koaltion von SPD und CDU nicht aus, nannte sie aber „sehr unwahrscheinlich“. Althusmann hingegen betonte, dass er sich einen Schulterschluss der CDU mit den Grünen nur mit Vertretern einer gemäßigten Linie vorstellen könnte. Mit Blick auf Agrarminister Christian Meyer (Grüne) kündigte er an: „Meyer würde unter einer CDU-geführten Landesregierung auf jeden Fall kein Landwirtschaftsminister sein, darauf würde ich Wert legen.“

Hier können Sie bei NWZonline abstimmen

Über das Debat-O-Meter konnten Sie am Smartphone, Tablet oder PC über die Tasten „doppel-plus“, „plus“, „minus“ und „doppel-minus“ während Diskussion angeben, was Sie gerade von den Kandidaten halten. Das Team der Universität Freiburg hat die Bewertungen gesammelt und verarbeitet die Daten nun. Eine erste Auswertung auf Grundlage der Vorbefragung gibt es bereits.

Komplette Analyse des Forscherteams der Universität Freiburg

439 Teilnehmer sind in die Auswertung der Forscher aufgenommen worden. Die Hürde war hoch: „Betrachtet werden nur Teilnehmer, die über 18 sind, in Niedersachsen wahlberechtigt sind und von denen vollständige demografische Angaben (Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss) sowie eine Angabe zur Wahlentscheidung vorliegen“, teilt das Forscherteam mit. Aus methodischen Gründen seien zudem Teilnehmer ausgeschlossen, die angegeben haben, nicht wählen zu wollen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Vorbefragung:

„Wenn man den Ministerpräsidenten direkt wählen könnte, für wen würden Sie sich entscheiden?“

46,1 Prozent entschieden sich für Stephan Weil

34,8 Prozent entschieden sich für Bernd Althusmann

19,1 Prozent gaben an: Keinen von beiden.

„Geben Sie bitte an, welches Ihrer Meinung nach derzeit das wichtigste Problem in Niedersachsen ist.“

37,6 Prozent nannte Bildung, Schule und Ausbildung als wichtigstes Thema

18,7 Prozent nannten Innere Sicherheit und Kriminalität als wichtigstes Thema

12,6 Prozent nannten soziale Gerechtigkeit als wichtigstes Thema

Bei direkten Einschätzungen der beiden Kandidaten lag Stephan Weil meist vor Herausforderer Althusmann. So erreicht er bei einer allgemeinen Bewertung auf einer Skala von -2 bis +2 einen Durchschnittswert von 0,30. Althusmann kommt auf einen Wert von 0,13. Außerdem halten die Teilnehmer Stephan Weil für menschlich sympathischer (0,31 gegenüber 0,07 bei Althusmann) und politisch glaubwürdiger (0,23 gegenüber 0,09 bei Althusmann). Der CDU-Kandidat liegt allerdings knapp vorn, wenn es um die Fähigkeit geht, politische Probleme zu lösen: Hier erreicht Althusmann einen Wert von 0,17 gegenüber 0,16 bei Weil.

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