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NWZonline.de Nachrichten Politik

So steht es um Niedersachsens Uni-Städte

15.10.2019

Hannover /Oldenburg Seit Montag zieht es wieder Zehntausende Studenten in Niedersachsen in die Hörsäle – das Wintersemester hat begonnen. So steht es um die Standorte:

Wie ist die Wohnsituationin den Uni-Städten?

Zum Beginn des Wintersemesters warten viele Studierende noch auf einen Platz im Wohnheim. Mancherorts gibt es kreative Lösungen für die Wohnungsnot: Die Uni Göttingen kooperiert seit einigen Jahren bereits mit einem Hotel, wo Studierende für fünf Euro die Nacht für einige Tage unterkommen können. Das Studentenwerk Oldenburg bietet Gästezimmer für zehn Euro pro Nacht an, heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung. In Braunschweig vermittelt das Projekt „Wohnen für Hilfe“ Studenten an Senioren und Familien, die sich Unterstützung wünschen.

Was kostet die Unterbringung in den Wohnheimen?

Viele Studierende gehen in Wohnheime, weil sie in der Nähe der Hochschule liegen und vergleichsweise günstig sind. Zimmer mit Gemeinschaftsbad sind bereits ab 144 Euro zu haben. Die teuerste Wohnung des Studentenwerks Ostniedersachsen kostet inklusive Nebenkosten und Möblierung 676 Euro im Monat.

Wie entwickelt sich die Zahl der Studierenden?

Allein an der Uni Hannover nehmen 4542 Erstsemester einen Bachelor- oder Staatsexamensstudiengang auf. Die Gesamtzahl der Studenten bleibt trotzdem auf dem Niveau des Vorjahrs: Die Unis Osnabrück, Lüneburg und Oldenburg gehen im Vorjahresvergleich von einer nahezu identischen Zahl aus. Die Uni Hannover erwartet einen leichten Anstieg und die Uni Göttingen einen geringfügigen Rückgang.

Welche Studienfächer sind besonders gefragt?

Eine auffällig starke Nachfrage verzeichnen die Hochschulen nach dem Studienfach Psychologie. Sowohl die Uni Göttingen als auch die Uni Osnabrück, die Leuphana in Lüneburg und die TU Braunschweig nannten das Fach als den Favoriten der diesjährigen Erstsemester. Viele Studienanwärter gingen im Bewerbungsverfahren leer aus: So gab es in Braunschweig mehr als 18 Bewerbungen pro Studienplatz im Bachelor-Fach Psychologie – und in Lüneburg mehr als elf pro Studienplatz.

Welche Uni ist
international beliebt
?

An der TU Braunschweig kommen rund 15 Prozent der knapp 20 000 Studenten aus dem Ausland. An den Unis Hannover und Göttingen sind es jeweils etwa 13 Prozent. Bemerkenswert: An der Leibniz-Uni in der Landeshauptstadt kommen mehr als 1000 Studierende aus China. In Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück fällt der Anteil internationaler Studenten mit sieben bis acht Prozent deutlich geringer aus.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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