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Förderung aus EU-Mitteln Jugendwerkstätten in Niedersachsen gerettet

Hannover/Oldenburg - Trainieren im Übungssalon der Friseur- und Kosmetikwerkstatt, Kunstwerke aus der Metall- und Fahrradwerkstatt oder Köstliches aus der Küche: In den landesweit 99 Jugendwerkstätten erhalten junge Menschen nicht nur eine berufliche Orientierung und Qualifizierung, sondern werden auch in der persönlichen Entwicklung unterstützt. Weil die Zentren zu 35 Prozent aus EU-Mitteln finanziert werden, steht ihre Zukunft auf wackligen Beinen, sagt Matthias Kreimeyer vom Diakonischen Werk Niedersachsen. Doch nun kommt grünes Licht.

Förderperiode bis 2027

Nach Verhandlungen der EU-Strukturförderung für die Förderperiode 2021 bis 2027 ist der Bestand für die nächsten Jahre gesichert, erklärt Europaministerin Birgit Honé (SPD). Sie hat die Gespräche mit Brüssel geführt. Demnach konnte das Ministerium für die Förderung der Jugendwerkstätten und Pro-Aktiv-Zentren insgesamt 77,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sichern. Das entspricht in etwa dem Volumen der vorherigen Förderperiode (80,03 Mio. Euro). Zusammen mit 81,3 Mio. Euro vom Land und 17,6 Mio. Euro von den Kommunen ergebe sich damit bis 2027 ein Volumen von 176,3 Mio. Euro. „Das ist ein großer Verhandlungserfolg, denn mit dieser Finanzierung können die Jugendwerkstätten sicher weiterarbeiten“, so die Ministerin im Gespräch mit unserer Zeitung. „Viele Jugendliche benötigen Unterstützung für einen guten Start in Ausbildung und den Beruf.“

Mehr Geld von der EU

Insgesamt kann das Land bis 2027 mit deutlich höheren Zuweisungen aus Brüssel rechnen. Der „Multifonds“ dürfte in der Förderperiode 2021 bis 2027 knapp 1,059 Milliarden Euro umfassen, so Honé. In der nun ablaufenden Förderperiode hatte Niedersachsen rund 978 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Beispiel LUPO

Die Finanzierungszusage dürfte unter anderem bei der Volkshochschule Oldenburg, zuständig für die 1993 gegründete Oldenburger Jugendwerkstatt und die elf Jahre alte Jugendwerkstatt Lupo in Kirchhatten (Kreis Oldenburg), gut ankommen. Damit sind 90 Plätze in Oldenburg und 24 in Kirchhatten gesichert. Fachunterricht ergänzt und vertieft die praxisbezogenen Bestandteile des Projektes.

Lupo wird zu 35 Prozent aus ESF-Mitteln, zu 55 Prozent aus Landesmitteln sowie zu zehn Prozent vom Landkreis Oldenburg finanziert, so Anne Bohlen von der VHS. Insgesamt liegt der Jahresetat bei 183 000 Euro. Neben den Teilnehmern der Jugendwerkstatt sind in Kirchhatten auch sechs junge Menschen untergebracht, die ihre Schulpflicht erfüllen müssen. Als im Lockdown die Werkstatt kurzzeitig geschlossen werden musste, fuhren Mitarbeiter quer durch die Region, um Unterrichtsmaterial oder praktische Übungen an die jungen Leute zu verteilen.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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