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NWZonline.de Nachrichten Politik

Landwirtschaft: Bauern düngen noch zu viel

29.02.2020

Hannover /Oldenburg Niedersachsens Bauern setzen immer noch deutlich mehr Dünger ein als nötig. Der Überschuss ging aber im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurück. Agrarministerin Barbara Otte-Kinast sieht die Bauern auf dem richtigen Weg, sagte sie bei der Vorstellung des Nährstoffberichts für die Düngeperiode 2018/19.

Lag der Überschuss im Vorjahreszeitraum noch bei fast 50 000 Tonnen, brachten die Bauern jetzt knapp 31 000 Tonnen mehr Stickstoff auf Äcker und Grünland, als die Pflanzen brauchten. Beim Phosphat stieg der Überschuss auf 33 000 Tonnen (vorher 24 000). „Wir müssen weiter daran arbeiten, dass wir eine bedarfsgerechte Düngung hinbekommen“, sagte Heinz-Hermann Wilkens von der Düngebehörde. Das gelte auch für den Wasserschutz, denn: „Wasser hat ein langes Gedächtnis.“ Es könne Jahre dauern, bis Veränderungen in den Messwerten abzulesen sind.

Fünf Landkreise liegen beim Stickstoff und beim Phosphat über den Kontrollwerten: Cloppenburg, Vechta, Rotenburg/Wümme, Oldenburg und Grafschaft Bentheim. Besonders Cloppenburg und Vechta überschreiten die Werte deutlich. Das Emsland und das Ammerland konnten die Stickstoffgrenze diesmal knapp einhalten.

In Niedersachsen halten etwa drei Viertel der Betriebe Tiere, dort fällt mit 47 Millionen Tonnen Dung besonders viel Gülle an. Um die Überschüsse zu senken, könnten Bauern mit einer besseren Verteilung des Düngers über das Land, weniger Tieren und nährstoffreduziertem Futter reagieren, so der Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Schwetje. Otte-Kinast sagte, die Betriebe würden mit Beratung und gesetzlichen Vorgaben „langsam erzogen“, ihre Düngung realistisch zu planen.

Viele Bauern halten die von der EU geforderte Verschärfung der Düngeregeln für ungerecht, fürchten geringere Erträge. Otte-Kinast kündigte an, weiter für Änderungen am Kompromiss zwischen Bund und EU-Kommission zu kämpfen. Lehnt der Bundesrat die Verschärfung am 3. April ab, drohen Deutschland ein weiteres Klageverfahren und Strafzahlungen. Am 12. März wollen die Agrar- und Umweltminister der Länder über das weitere Vorgehen beraten.

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