HANNOVER/OLDENBURG -
und Marco seng
HANNOVER/OLDENBURG - Bei der Übernahme des Landeskrankenhauses (LKH) Wehnen könnte es zu einer Kooperation zwischen der Arbeiterwohlfahrt (AWo) und dem Bezirksverband Oldenburg kommen. Die AWo teilte gestern in Hannover mit, dass sie die AWo Niedersachsen gGmbH mit dem Ziel gegründet hat, sich am Bieterverfahren für durch das Land zum Verkauf stehende Landeskrankenhäuser zu beteiligen. Nach NWZ -Informationen ist die AWo an den Standorten Wehnen (Ammerland), Osnabrück, Hildesheim und Königslutter interessiert. Der Bezirksverband Oldenburg hält seine Bewerbung für Wehnen aufrecht und kann sich dabei eine Kooperation mit der AWo vorstellen, sagte Geschäftsführer Karl-Heinz Meyer der NWZ .Landtags-Opposition und Gewerkschaften haben scharf gegen einen Verkauf der meisten Landeskliniken protestiert. SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner warf der Landesregierung vor, sie wolle die Krankenhäuser um jeden Preis verscherbeln. „Das ist ein Affront gegenüber den Beschäftigten und den Patienten.“ Die Gewerkschaft „Verdi“ zeigte sich überrascht von der Entscheidung und drohte mit Streiks in den Kliniken. Der Regierung gehe es nur um die Sanierung des Haushalts, schimpfte „Verdi“-Landeschef Wolfgang Denia. „Psychiatrie soll zur Ware werden.“ Bis zu 40 Prozent des Maßregelvollzuges an vier Standorten bleiben in der Hand des Landes. Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) rechnet mit Kosten bis zu 23 Millionen Euro.
Kommentar, S.6
Nordwest, S.12
