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NWZonline.de Nachrichten Politik

Wie gut ist die Wasserqualität bei uns?

26.07.2019

Hannover /Oldenburger Land Rekordtemperaturen – und es soll heiß bleiben. Wer in diesen Tagen eine Abkühlung wünscht, kann sich guten Gewissens in eines der mehr als 270 Badegewässer in Niedersachsen stürzen. Denn, so meldet das Landesgesundheitsamt, die ganz große Mehrheit der Badestellen hat bis auf wenige Ausnahme eine gute bis sogar ausgezeichnete Wasserqualität. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund ums Baden in Binnenseen, Flüssen sowie Übergangs- und Küstengewässern.

Wo ist die Wasserqualität besonders gut?

„Ausgezeichnet“ lautet das Qualitätsurteil für den Alfsee bei Osnabrück, den Badesee auf dem Campingplatz Brumund in Conneforde und das Zwischenahner Meer (beides Kreis Ammerland), die Juliusplate und den Weserstrand Käseburg in der Wesermarsch, die Thülsfelder Talsperre im Kreis Cloppenburg, den Falkensteinsee und den Sielingsee in Ganderkesee (Kreis Oldenburg), das Wangermeer in Hohenkirchen (Kreis Friesland), den Banter See in Wilhelmshaven, den Blankenburger See und den Kleinen Bornhorster See in Oldenburg, den Badesee Greetsiel im Kreis Aurich, den Idasee in Ostrhauderfehn (Kreis Leer), den Badesee auf dem Campingplatz Haselünne im Emsland und auf dem Campingplatz Prangenweg in Papenburg und den Nordseestrand in den Cuxhavener Stadtteilen Duhnen, Döse und Sahlenburg.

Ob das Wasser in einem Badegewässer gesundheitlich unbedenklich ist, überprüfen die Gesundheitsbehörden während der offiziellen Badesaison vom 15. Mai bis 15. September. Die Wasserproben werden vor allem auf Bakterien hin untersucht. Diese Bakterien sind selbst im Normalfall keine Krankheitserreger. Sie können jedoch einen Hinweis auf eine fäkale Verunreinigung sein und darauf, dass sich eventuell spezielle Krankheitserreger im Gewässer befinden. Wenn die in der niedersächsischen Badegewässerverordnung genannten Grenzwerte überschritten werden, wird ein Badeverbot ausgesprochen.

An welchen Badestellen gibt es aktuell Probleme?

Ein ausdrückliches Badeverbot gilt wegen eines erhöhten Blaualgenvorkommens derzeit für den Hartensbergsee (Gemeinde Goldenstedt/Landkreis Vechta), für den Otterstedter See im Kreis Verden sowie für den Bremer Unisee (Stand Donnerstag). Probleme mit Blaualgen, aber keine Badeverbote, gibt es überdies im Waller Feldmarksee in Bremen sowie am Dümmer See im Landkreis Diepholz und in wenigen weiteren Seen bei Hannover, im Kreis Nienburg und im Kreis Harburg. Auffällig ist zudem, dass der Weserstrand Kleinensiel (Wesermarsch) und der Weserstrand Sandstedt (Cuxhaven) lediglich über eine ausreichende Wasserqualität verfügen. In beiden Fällen handelt es sich um Übergangsgewässer. „Die Wasserqualität wird durch den Oberwasserabfluss der Weser und tidebedingt durch das Wasser der Nordsee beeinflusst und unterliegt deshalb Schwankungen“, heißt es daher in der Beschreibung des Weserstrandes Kleinensiel.

Sind Blaualgen gefährlich?

Blaualgen (Cyanobakterien) rufen Hautreizungen hervor. Beim Verschlucken können sie Schwindel und Erbrechen verursachen. Die Hitze könnte die Probleme mit Blaualgen in den kommenden Tagen eher noch verstärken. Je nach Wind- und Wellenverhältnissen kann es zu Ansammlungen an den Badestellen kommen. Das Baden in Bereichen mit sichtbaren Schlieren sollte unbedingt vermieden werden.

Zerkarien – um was handelt es sich dabei?

Zerkarien sind kleine Larven von Saugwürmern, die in die Haut eindringen. Normalerweise befallen diese Zerkarien Wasservögel, besonders Enten. Die europäische Variante mit Trichobilharzia-Zerkarien ist durch den Juckreiz zwar unangenehm, jedoch ungefährlich.

Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?

Zerkarien fallen den Badenden erst durch den Befall auf. Sie sind aufgrund ihrer sehr geringen Größe nicht mit dem bloßen Auge erkennbar. Da sie während der Schwärmzeit vor allem in flachen Uferbereichen vorkommen, sollten diese gemieden werden. Zerkarien benötigen durchschnittlich vier Minuten zum Eindringen in die Haut. Deshalb sollte nach dem Baden der Körper zuerst gut abgetrocknet, besser richtig abgerieben werden. Duschen begünstigt das Überleben der Zerkarien und das Eindringen in die Haut. Deshalb sollte es erst etwas später folgen.

Wie häufig werden die Badegewässer kontrolliert?

Kurz vor Beginn jeder Badesaison ist eine Probe vorzunehmen. Die weiteren Wasserproben müssen über die Saison verteilt sein. Der Zeitraum dazwischen darf einen Monat nicht überschreiten. Für die niedersächsischen Gewässer ergibt sich durch die Badesaison vom 15. Mai bis 15. September eine Mindestprobenanzahl von fünf. Das Wasser wird an einer Stelle entnommen, an der entweder die meisten Badenden erwartet werden oder an der mit der größten Verschmutzungsgefahr gerechnet wird. Nach Möglichkeit sind die Proben 30 Zentimeter unter der Oberfläche des Gewässers bei einer Wassertiefe von mindestens einem Meter zu entnehmen.

Wer ist für die Überwachung zuständig?

Zuständig für die Überwachung der Badegewässer sind die Landkreise und kreisfreien Städte.

Wo finde ich Infos über die Badegewässer?

Auf den Seiten des niedersächsischen Badegewässer-Atlas gibt es eine Karte mit allen Badegewässern im Land. Unter der „Badestellen-Suche“ können Interessierte nach Bademöglichkeiten suchen und sich unter „Meine Badestelle“ über die Lage, die Besonderheiten und die Prüfergebnisse informieren. Neben Bildern des Strandes und seiner Umgebung findet sich auch eine Übersicht, die zeigt, ob Parkplätze, sanitäre Anlagen oder Badeaufsichten vorhanden sind.


Alle Badegewässer unter:    www.badegewaesser.niedersachsen.de 
Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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