Hannover - Als Konsequenz aus der Rathausaffäre hat das Niedersächsische Innenministerium Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (55, SPD) zum 26. Mai in den Ruhestand versetzt. Das Ministerium kam damit dem Antrag des Oberbürgermeisters nach, wie dessen Büro mitteilt.

Damit müssen nun innerhalb von sechs Monaten Neuwahlen durchgeführt werden. Diese werden voraussichtlich Anfang November sein. Bis dahin vertrete die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) Schostok in Verwaltungsangelegenheiten. Im April hatte die Staatsanwaltschaft Schostok wegen schwerer Untreue angeklagt. Er soll von unzulässigen Gehaltszulagen in Höhe von rund 64 000 Euro für seinen Bürochef und den früheren Feuerwehrchef gewusst haben ohne diese Zahlungen zu stoppen.