HANNOVER - In der Debatte um die Integration von rund 4 Millionen Muslimen in Deutschland zeigt eine Studie des Bundesamtes für Migration und des NRW-Arbeitsministeriums einen überraschenden Trend. Muslime holen bei Bildung und Berufsausbildung stark auf. Vor allem junge Frauen streben bessere Schulabschlüsse an, geben sich mit der Perspektive Hausfrau nicht zufrieden.
Bundesweit schaffen 34 Prozent der jungen Muslime das Abitur, in NRW sind es sogar 40 Prozent. Dabei weisen aus der Türkei stammende Muslime deutlich niedrigere Bildungsabschlüsse im Vergleich zur Gesamtgruppe auf.
In Niedersachsen rückt unterdessen ein islamischer Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach näher. Nach der Einigung zwischen den islamischen Landesverbänden „Schura“ und „Ditib“ über einen gemeinsamen Beirat als Ansprechpartner für das Land arbeitet das Kultusministerium jetzt an Lehrplänen für den Islamunterricht. „Die grundsätzlichen Weichen sind gestellt“, sagte Ministeriumssprecher Roman Haase der
