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Aktualisiert vor 22 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Politik

So haben Weil und Althusmann gestritten

11.10.2017

Hannover NWZ-Korrespondent Gunars Reichenbachs hat das TV-Duell zwischen Stephan Weil (SPD) und Bernd Althusmann (CDU) mit Spannung verfolgt.

„Das TV Duell startet direkt mit heftigen Attacken. Das Thema der Parteiwechslerin Elke Twesten von den Grünen zur CDU treibt den Pulsschlag direkt hoch. Weil kritisiert scharf den Verstoß gegen demokratische Regeln. Althusmann kontert mit „Die Kirche im Dorf lassen“. Beide haben Betriebstemperatur erreicht. Althusmann tritt dabei ungewöhnlich locker auf, ohne Krawatte. Weil hält am offiziellen Schlips fest. Den Emotionen tut’s keinen Abbruch.“

„Bei der Frage nach der Beliebtheit von Weil, kommt Althusmann etwas in Not. „Ich nehme solche Umfragen wahr“, aber er kümmere sich nicht darum. Weil lächelt: „Ich bin recht zufrieden“. Um sofort in Angriffsmodus zu verfallen. Die CDU betreibe eine Opposition „mit der Dachlatte“. Althusmann verpasst ein treffende Antwort.“

„Beim Streitthema Linke schließt Weil „nichts aus“. Aber Rot-Rot-Grün wird nicht in der SPD diskutiert. Althusmann greift sofort an: „Sie eiern rum“. Ein Linksbündnis wäre ein „großer Schaden für das Land“. Weil: „Sie glauben selbst nicht an der Linken im Landtag! Althusmann selbst verweigert jede Antwort, ob er eine Große Koalition ausschließt.“

„Beim Streit um die Grünen schließt Althusmann einen Agrarminister Meyer in seinem Kabinett aus. Weil lächelt nur, sagt nichts. Mit dem Grünen Wenzel würde Althusmann zusammenarbeiten.“

Aussagen zum Schulstreit

„Althusmann weist darauf hin, dass zu seiner Zeit als Kultusminister die Unterrichtsversorgung höher war. Der CDU-Spitzenkandidat verspricht Stabilität für einer CDU-Regierung. Weil gibt seiner Schulpolitik eine 2. „Wir haben das Turbo-Abitur angeschafft und liegen in der Spitzengruppe der Länder bei Ganztagsschulen. Weil verspricht für das nächste Schuljahr eine Unterrichtsversorgung von 100 Prozent. Althusmann will Lehrkräfte deutlich entlasten. Fehlende Lehrer? Althusmann: „Ein Gerücht. Wir haben nur Probleme in Mangelfächern“.

Streitthema Inklusion

Althusmann: „Wir brauchen dringend eine Atempause, sonst wird Inklusion an die Wand fahren“. Die rot-grüne Regierung habe zu wenig getan. Alles müsse ausschließlich unter dem Aspekt Wohl des Kindes stehen. Rot/Grün wolle alle Förderschulen auflösen. „Das ist der falsche Weg“, kritisiert Althusmann.

Weil kontert: „Wir machen genau das, was Althusmann als Kultusminister im Gesetz verabschiedet hat. Wir haben jetzt 650 Sozialarbeiter eingestellt. Wir werden weitere gemischte Teams aufbauen“. Ab jetzt wird es jedes Jahr leichter werden. Inklusion ist ein Menschenrecht. Das machen wir Jahr für Jahr besser.

VW-Affäre

Weil schließt Sammelklagen als künftigen Weg nicht aus, dass Verbraucher ihre Rechte durchsetzen.

Althusmann klagt: Die VW-Mitarbeiter sind stinke sauer. Sie können für Dieselgate nichts. Aber Weil saß immer im Aufsichtsrat. Kunden müssen entschädigt werden. „Sie sind vom Konzern durch die Manege gezogen worden“, kritisiert Althusmann den Ministerpräsidenten direkt.

Weil gibt verheerende Fehlentwicklungen zu. Das Land habe bei der Aufklärung und der neuen VW-Strategie eine „führende Rolle“ gespielt. „Wir haben hart gearbeitet. Ich bin froh über die Fortschritte“.

Volkswagen

Bei dem Thema verliert erstmals bei diesem Duell sein Dauerlächeln. Weil zu Althusmann: „Hören Sie auf, mit VW Wahlkampf zu machen“.

Althusmann: „Warum sagen Sie nicht, wir haben es nicht richtig gemacht. Sie sind Eigentümer. Sie haben einen Amtseid geschworen“.

Autobahnen

Weil steht hinter dem geplanten Neubau durch Verkehrsminister Lies: „Wir tragen den Ausbau von A20 und A39 mit.“

„Mit Rot/Grün nicht machbar“, kontert Althusmann, der kritisiert, dass es nirgendwo weitergeht.

Weil gibt „Bedenken des Koalitionspartners“ zu - aber Rot/Grün sei mehr gelungen als Schwarz/Gelb zuvor.

Breitband

Welch’ seltenes Bild: Beide Kontrahenten setzen massiv auf Digitalisierung und Breitband „bis zur letzten Milchkanne“ (Althusmann).

Innere Sicherheit

Althusmann beklagt über 16000 Einbrüche und Diebstähle. Und in NIedersachsen habe der religiöse Fanatismus Platz gegriffen. „Das geht so nicht“, klagt Althusmann. Alle paar Minuten werden eingebrochen. „Die Menschen müssen sicher sein, nicht die Diebe“.

Nachdrücklich weist Althusmann die Vorwürfe an die CDU zurück, die Polizeichef Binias gegen die Union erhoben hat, der sich von der CDU unfair behandelt fühlt.

Weil stützt den Polizeichef und Ex-CDU-Mitglied, der seine Mitgliedschaft zurückgegeben hat. Weil kündigt zugleich 1000 zusätzliche Polizisten für Niedersachsen an.

So richtig klar werden die verschiedenen Sicherheitskonzepte von SPD und CDU nicht. Die Fragen geben auch kaum Gelegenheit. Das Thema fasert aus.

Das Finale

Dass Weil „sehr gerne für Niedersachsen“ in den letzten Jahren gearbeitet hat, sieht man dem Ministerpräsidenten an. Das Lächeln ist am Ende zurück

Althusmann fragt die Bürger: „Wem vertrauen Sie das Land an?“. Bei Sicherheit, Bildung, Wohlstand und Infrastruktur.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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