Hannover - Der regionale Bahnverkehr in Niedersachsen wird zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember mit neuen Linien und zusätzlichen Fahrten verbessert. Wichtigste Neuerung ist die Einführung einer stündlich verkehrenden Regionalexpress-Linie zwischen Osnabrück, Münster und dem Ruhrgebiet bis Düsseldorf, teilte die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) am Donnerstag mit.

Zwischen Osnabrück und Münster entsteht ein 30-Minuten-Takt. Abgeschafft werden in Osnabrück die langen Wartezeiten beim Umstieg zwischen den Regionalzügen aus dem Ruhrgebiet und Richtung Bremen.

„Mit zusätzlichen Zugverbindungen entsprechen wir der wachsenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Verkehrsmitteln“, so LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl. „Wo es möglich ist, werden auf stark nachgefragten Strecken dichtere Takte eingeführt.“ Das gelte unter anderem für die Strecken Hannover-Bremen sowie im Bereich Hildesheim, Göttingen, Lüneburg und Osnabrück. Auch im Freizeitverkehr auf Regionalstrecken gebe es viele neue Fahrten, so dass Menschen häufiger ohne Auto Kultur- oder Ausflugsangebote wahrnehmen könnten. Grenzen bei Verbesserungen gebe es durch Baustellen, überlastete Strecken und fehlende Lokführer, so Schwabl.

Zusätzliche Nachtverbindungen kommen an Wochenenden zwischen Hannover und Bremen. Bei der S-Bahn Hannover wird zwischen Hildesheim und Lehrte im Berufsverkehr ein Halbstundentakt mit Anschluss nach Hannover eingeführt. An Wochenendnächten werden die nach Hameln fahrenden Züge bis nach Bad Pyrmont verlängert.

Im Nachtsternverkehr gibt es künftig zwei Fahrten von Hannover durch den Kreis Schaumburg nach Minden. Zwischen Hannover und Bad Harzburg gibt es ein zusätzliches Früh- und Spätzugpaar. Ergänzende Fahrten gibt es auch zwischen Lüneburg und Lübeck.