Hannover/Wildeshausen - Mehr als 90 Prozent der Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen haben ein Hygienekonzept vorgelegt, damit Besuche von Bewohnern wieder möglich werden. Das erklärte Claudia Schröder, die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, am Freitag auf NWZ-Anfrage.

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Online-Redaktion
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„Alle Einrichtungen haben die Verpflichtung, dieses Konzept vorzulegen“, betonte Schröder. Das Landesgesundheitsamt habe den Einrichtungen dazu ausführliche Hinweise gegeben. Schröder sagte, dass die Heime aufgrund der geltenden Verordnung verpflichtet seien, unverzüglich Besuche zu ermöglichen. „Die Heime müssen ein solches Konzept vorlegen. Sie begehen sonst eine Ordnungswidrigkeit.“ Schon zu Pfingsten müssten die Heime Angehörigenbesuche zulassen – natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

Mittlerweile kam es in insgesamt 74 Pflegeeinrichtungen in Niedersachsen zu Corona-Fällen. 167 Beschäftigte sind betroffen sowie 250 Bewohnerinnen und Bewohner. Im Landkreis Oldenburg waren je eine Einrichtung in der Stadt Wildeshausen und in der Gemeinde Großenkneten betroffen. Allein in Wildeshausen gab es dabei sieben Todesfälle. Beide Altenheime sind inzwischen wieder im „Normalbetrieb“ zu Corona-Zeiten.

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Dieter Sell
Bremerhaven

Gerade ältere Menschen sind von Infektionen mit dem Coronavirus besonders betroffen. Unter den aktuell 596 Toten in Niedersachsen waren 87 Prozent 70 Jahre und älter. Bis Freitag wurden im Land insgesamt 11 893 Fälle von Infektionen gezählt.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent