HANNOVER/WILHELMSHAVEN - Schwere Vorwürfe gegen die Landesregierung in der Jade-Port-Affäre: Das Wirtschaftsministerium soll bei der Vergabe des Bauauftrags Druck auf Ingenieure ausgeübt haben. Johann Ehmen, Mitglied des Vergabeteams, belastete im Untersuchungsausschuss den Ex-Leiter der Stabsstelle Jade-Weser-Port im Ministerium, Joachim Erdmann. Ehmen sprach von psychischem Druck und Drohungen mit „disziplinarrechtlichen Konsequenzen“. Erdmann habe gesagt: „Der Staatssekretär erwartet deine Unterschrift.“ Ehmen hatte sich aus fachlichen Gründen geweigert, die Vergabe des Bauauftrags an den Hochtief-Konzern mitzutragen. Die Opposition sprach von „Manipulation des Vergabeverfahrens“. Der Geschäftsführer der Bunte-Gruppe, Manfred Wendt, gab Bremen die Schuld für Bauverzögerungen beim Port.
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