HARPSTEDT - HARPSTEDT - Die Kosten für die Sanierung der Begegnungsstätte am Tierlingskamp in Harpstedt sind noch kaum abzusehen. Mit 90 000 Euro ist nach Berechnungen von Holger Nuske, Bauingenieur der Samtgemeindeverwaltung, zu rechnen, wenn im Erdgeschoss die Toiletten saniert, Strom- und Wasserleitungen erneuert und die Heizung renoviert werden soll. 30 000 Euro kostet allein die Sanierung der Toiletten, weil ein Behinderten-WC eingebaut werden soll.

Zu viel – meinten die Mitglieder des Bau- und Wegeausschusses des Fleckenrates in ihrer jüngsten Sitzung. Sie erinnerten daran, dass im Haushalt nur 58 000 Euro für die Sanierung der Begegnungsstätte eingeplant sind.

„Das erscheint mir doch etwas hoch. Wir brauchen doch keine goldenen Wasserhähne“, merkte SPD-Ratsherr Malte Wachendorf an. Für 90 000 Euro bauten andere gleich ein ganzes Haus.

„Wir haben die größte Lösung zur Diskussion gestellt“, erklärte Samtgemeindekämmerer Rainer Mohr die Höhe der Kosten.

Johann Witte von der CDU-Fraktion regte an, vor der Renovierung zu überprüfen, ob bei dem historischen Gebäude noch weitere Mängel zu entdecken seien, etwa im Dachgebälk.

Ob man nach der Sanierung wenigstens zehn Jahre nichts mehr an dem Gebäude tun müsse, fragte Horst Hackfeld (HBL). „Bei dem Gebäude haben wir nie Ruhe“, warnte Jürgen Ranke.

Der Ausschuss empfahl schließlich, die von der Verwaltung für erforderlich gehaltenen Handwerksarbeiten auszuschreiben, um ein genaues Bild von den tatsächlichen Kosten zu bekommen. Nicht ausgeschrieben werden die Malerarbeiten im Obergeschoss, für die Nuske 15 000 Euro eingeplant hatte. Der Betrag erschien den Ratsmitgliedern ein wenig hoch, und die Arbeiten vielleicht auch verzichtbar.