HARPSTEDT - Über eine barrierefreie Zuwegung zum Nichtschwimmerbecken des Rosenfreibades beriet der Ausschuss für Bau, Umwelt und Planung der Samtgemeinde auf seiner jüngsten Sitzung. Drei Streckenvarianten mit Rampen hatte die Verwaltung erarbeitet, die vom Kostenvolumen fast alle identisch waren. Zwei sollen 47 900 Euro kosten, eine lediglich 100 Euro weniger. Für einen behindertengerechten Weg ohne Treppen gelten strenge Vorgaben, wie Holger Nuske vom Bauamt vortrug. Dazu gehörten etwa eine gewisse Breite (1,25 Meter), ein bestimmtes Gefälle (sechs Prozent), Radabweiser und Geländer. Ein „einfacher“ Weg ohne bestimmte Vorgaben, der dann jedoch nicht als „barrierefrei“ bezeichnet werden dürfe, koste 21 000 Euro.
Nach Absprache mit dem Behindertenbeirat wäre dieser notfalls auch mit einem „einfachen“ Weg zufrieden, wenn der Samtgemeindehaushalt die höhere Ausgabe nicht hergebe, berichtete Nuske. „Hauptsache, wir kriegen einen Weg“, wurde aus dem Behindertenbeirat zitiert.
„Für mich sind da irgendwo finanzielle Grenzen“, sagte Ausschussmitglied Heinrich Ehlers (CDU). Nicht überall sei die Optimallösung umzusetzen. Er plädierte deshalb für die „Minimallösung“. Die Samtgemeinde sei zudem nicht verpflichtet, im Freibad einen behindertengerechten Weg zu bauen. Uwe Meyerdiercks (HBL) erinnerte zudem daran, dass im Haushalt 2008 auch noch die Einstiegshilfen für Behinderte in Höhe von 25 000 Euro hinzukämen.
Der Ausschuss will die Optimallösung nun von „Leader plus“-Mitteln abhängig machen, die für diese Maßnahme beantragt werden sollen. Der Zuschuss würde 50 Prozent der Kosten abdecken. Fließt der Zuschuss nicht, soll die einfache Variante umgesetzt werden. Dafür sprach sich der Ausschuss einstimmig bei einer Enthaltung von Johann Witte (FDP) aus. Ob ein Weg für Behinderte jedoch noch bis zu Beginn der Badesaison 2008 realisiert werden kann, bleibt fraglich, da der Zuschuss-Bescheid erst abgewartet werden muss.
