HARPSTEDT - „Es war eine fruchtbare Zusammenarbeit und wir haben für die Samtgemeinde auch einiges nach vorne gebracht.“ Auf diese Kurzformel brachte Hans-Christian Schack (SPD) seine Bilanz für Harpstedt nach über 20 Jahren Landtagsarbeit. Auf seiner Abschiedstour durch den Wahlkreis 64 Oldenburg-Land machte der Landtagsabgeordnete, der zur Landtagswahl Ende Januar in den Ruhestand geht, am Mittwochvormittag auch im Harpstedter Amtshof Station.

Im Trauzimmer ließen Schack und Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes bei Kaffee und belegten Brötchen die vergangenen Jahre Revue passieren. Mit dabei saß auch Harpstedts ehemaliger Bürgermeister und langjähriger SPD-Ratsherr Hermann Bokelmann. Auf einer Liste hatte Schack zusammengetragen, bei welchen Projekten in der Samtgemeinde sich das Land in seiner Amtszeit finanziell beteiligt hat. Radwege, Dorferneuerungen, Kanalbauten, Personalkostenzuschüsse für Kindergärten (von 1990 bis 1998 1,5 Mio. DM), Gewerbegebiete und einiges mehr profitierte von den Geldern aus Hannover. „Bekanntlich sind am Ende eines Jahres immer noch irgendwelche Gelder da, und ich wusste stets Bescheid, wo wir so manche Maßnahmen noch schnell dazwischen bekommen“, erinnerte sich Schack.

Der 65-jährige Bookholzberger hofft natürlich, dass ihn ein SPD-Kandidat aus dem Landkreis „beerben“ wird. Aus diesem Grund hatte er seinen möglichen Nachfolger Axel Brammer aus Hatten mitgebracht. „Er wird sicherlich einen anderen Stil haben, aber inhaltlich wird er meine Arbeit fortsetzen. Ich bin mir sicher, dass er den Wahlkreis gewinnen wird“, so Schack überzeugt. Brammer sei im Gegensatz zu seinem Mitbewerber von der CDU mit dem Landkreis Oldenburg fest verwachsen und hier bestens bekannt.

Brammer hatte sich bereits vor einigen Wochen bei Uwe Cordes vorgestellt und dort zugesichert, sich für eine Erdverkabelung der geplanten 380-kV-Leitung zwischen Ganderkesee und St.-Hülfe einzusetzen sowie für die weitere Sanierung der Ortsdurchfahrt. „Außerdem liegt uns die Ganztagschule am Herzen“, ergänzte Cordes.

„An Hans-Christian Schack habe ich immer seine Gradlinigkeit und Ehrlichkeit geschätzt“, sagte der Samtgemeindebürgermeister rückblickend. Als „Gegenleistung“ für die bisherigen „Geldgeschenke“ aus Hannover überreichte Cordes das Harpstedt-Spiel: „Das kann Opa Schack mit seinen drei Enkeln spielen.“ Nach über 50-jähriger Berufstätigkeit sagte Schack: „Meine Arbeit hat mir immer großen Spaß gemacht. Jetzt habe ich auch meine Rente verdient.“