HASBRUCH - Gemeinsamkeit war das Schlagwort am Donnerstag im Hasbruch: „Die Revitalisierung der Brookbäke hat gezeigt, dass man gemeinsam viel erreichen kann“, hob Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander hervor.

Michael Feiner, Kuratoriumsvorsitzender der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg, bekannte sogar: „Auch ich gehörte anfangs zu den Zweiflern. Mittlerweile bin ich voll überzeugt – auch, weil wir gelernt haben, dass Umweltschutzmaßnahmen nur gemeinsam umgesetzt werden können.“ Und auch Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), zeigte sich „beeindruckt, wie eine relativ kleine Naturschutzstiftung sich ein so großes Vorhaben vornimmt und mit Partnern erfolgreich zu Ende führt“. Für Landrat Frank Eger schließlich ist das Projekt „ein Paradebeispiel dafür, was Menschen erreichen, wenn sie miteinander reden.“ An der Jagdhütte im Hasbruch wurde die, so Feiner, „Gesundung eines Tieflandbachs“ gefeiert. Volker Knuth vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ergänzte: „Die Richtung stimmt, der Prozess dauert noch.“

Eilert Tantzen, dem Brickwedde „ein großes Kompliment für seine Beharrlichkeit“ aussprach, verschwieg aber auch die Probleme bei der Umsetzung nicht. Sander hob neben dem finanziellen Aspekt des gebündelten Engagements („Wenn wir allein die Maßgaben der Wasserrahmenrichtlinie umsetzen wollten, benötigten wir 44 Millionen Euro pro Jahr“) auch den gesellschaftlichen hervor: „Man kann den Menschen das auch mit dem Bagger vorsetzen. Den Schülern bleibt durch ihr Engagement aber ein Leben lang etwas erhalten.“Unterstützt worden waren Landkreis, Naturschutzstiftung, NLWKN, Landesforsten und Entwässerungsverband von mehreren Schulen. In die Umsetzung sind auch innovative Maßnahmen eingeflossen, so

Brickwedde weiter. Er verwies auf die Störstellen und das Totholzmanagement. „Mit der Renaturierung der Brookbäke haben wir eine Modell geschaffen, das für andere Fließgewässer als Vorbild dienen kann.“ Zugleich machte er den Beteiligten Mut, weitere Projekte folgen zu lassen.

An Ideen mangelte es nicht: Michael Feiner und Planer Ewald Tewes kündigten an, dass im Hasbruch auf 30 Hektar eine Aufnahme der Hutewaldbewirtschaftung mit Heckrindern und Exmoor-Ponys angestrebt werde. Zudem soll ein neun Meter hoher Aussichtsturm an dem Bach errichtet werden.

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