HASBRUCH - Ein bisschen erinnert des Bauwerk an die Wach- und Wehrtürme am römischen Limes. Quadratisch, 9,50 Meter hoch, auch trutzig – so stellt sich der neue Aussichtsturm nahe der Jagdhütte im Hasbruch dar, der am Donnerstagmittag eingeweiht wurde und dabei viel Lob erhielt. Die „Naturschutzstiftung Landkreis Oldenburg“ habe hier „einmal mehr ein sehr schönes Projekt verwirklicht“, befand Dr. Stefan Birkner. Der Staatssekretär vertrat seinen Chef, den kurzfristig erkrankten Niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander.
Zunächst zu den Zahlen: 67 000 Euro habe der Turm gekostet, wovon etwa 56 000 Euro Zuschüsse aus EU-Mitteln bzw. von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) seien, berichtete Michael Feiner, Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums. Nicht in dem Betrag enthalten sei die Bereitstellung des Holzes – denn die 40 Festmeter Douglasie wurden kostenfrei vom Forstamt Neuenburg zur Verfügung gestellt.
Das Holz stamme aus dem nahen Reiherholz, sagte Zimmermeister Heiko Posegga, der das Projekt „ein Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen“ nannte. Das verarbeitete Holz speichere immerhin 22 Tonnen CO.
Das Projekt passe hervorragend in die Politik von Minister Sander, bescheinigte der Staatssekretär. Zu dieser Politik gehöre das Ziel, Menschen in die Landschaft zu führen, ihnen Natur nahe zu bringen – um dadurch das Verständnis für die Natur zu fördern.
Der im Winter erstellte Aussichtsturm werde bereits „toll angenommen“, schilderte Feiner seine Beobachtungen. Der Turmbau war zugleich der Abschluss des bislang größten Projektes der Naturschutzstiftung, das unter dem Titel „Modellhafte Revitalisierung der Brookbäke“ lief.
Als nächstes Projekt wird in der Stiftung die Anlage eines Hutewaldes in einem kleinen Teil des Hasbruchs sowie angrenzenden Grünlandflächen diskutiert. Ein Teil des Areals der Waldweide wäre vom neuen Turm aus zu sehen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt teilte mit, dass sie solche Projekte prinzipiell als förderungswürdig einstufe.
