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NWZonline.de Nachrichten Politik

Trump-Sprecher Irritiert Mit Hitler-Zitat: Hat er das wirklich gesagt?

12.04.2017

Washington Mit einem Vergleich des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Adolf Hitler hat der Chefsprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, Verwunderung und Empörung ausgelöst. Jüdische Organisationen und demokratische Oppositionspolitiker forderten Präsident Donald Trump auf, Spicer zu entlassen. Doch Trump verschärfte seinerseits den Ton gegen die syrische Regierung und bezeichnete Assad als „ein Tier“.

Spicer hatte auf dem täglichen Presse-Briefing des Weißen Hauses zu der amerikanischen Reaktion auf den Giftgasangriff mit fast 90 Toten in der nordsyrischen Provinz Idlib gesagt, selbst Hitler sei nicht so tief gesunken, Chemiewaffen einzusetzen. Damit habe Spicer ignoriert, dass Hitler in Gaskammern Millionen Juden ermorden ließ, hielten entsetzte Kritiker Spicer vor.

Spicer brauchte mehrere Anläufe, um eine deutliche Entschuldigung vorzubringen. Zu seinem Satz „Jemand so verachtenswert wie Hitler (...) sank nicht einmal zum Einsatz von Chemiewaffen herab“ sagte er, es sei eine „unangemessene und unsensible Referenz auf den Holocaust“ gewesen, für den es keinen Vergleich gebe. „Dafür entschuldige ich mich. Es war ein Fehler, das zu machen.“ In demselben CNN-Interview betonte Spicer, dass seine Äußerungen nicht Trumps Ansicht reflektierten. „Offensichtlich war es mein grober Fehler.“

Das Anne-Frank-Zentrum für gegenseitigen Respekt in New York forderte die Entlassung Spicers, ebenso wie die demokratische Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Nancy Pelosi. Der demokratische Senator Ben Cardin sagte, Spicer sollte einen Auffrischungskurs in Geschichte absolvieren.

Auch aus dem republikanischen Lager kam Kritik. Der jüdische Kongressabgeordnete Lee Zeldin sagte: „Was Vergleiche verschiedener Taktiken und Methoden heute und im Zweiten Weltkrieg angeht, kann man den Vergleich ein wenig anders anstellen und dann wäre er akkurat. Es ist aber wichtig, klarzustellen, dass Hitler tatsächlich chemische Kriegführung zur Ermordung unschuldiger Menschen anwandte.“

Ein Vergleich zwischen Assads Kriegführung und dem Zweiten Weltkrieg war zuvor auf einer anderen Pressekonferenz von Verteidigungsminister James Mattis angestellt worden. Er sprach von „der Absicht, die Spirale der Gewalt in einem Bereich zu stoppen, in dem selbst im Zweiten Weltkrieg chemische Waffen nicht auf den Schlachtfeldern eingesetzt wurden“.

Bei Spicer ging das - wie er später selbst einräumte - daneben: „Ich denke, wenn es zum Saringas kommt, hat er nicht - er (Hitler) hat das Gas nicht gegen seine eigenen Leute benutzt, wie es Assad macht.“ Auf den Einwurf einer Journalistin sagte er: „Ich verstehe Ihren Punkt, danke. Da war nicht (...) Er brachte sie in die Holocaust-Zentren, ich verstehe das.“

Nach dem Briefing sagte Spicer, er habe auf keinen Fall den Horror des Holocaust mindern wollen. „Ich versuchte, einen Unterschied in der Taktik beim Einsatz von Flugzeugen aufzuzeigen, chemische Waffen auf Bevölkerungszentren zu werfen. Jeder Angriff auf unschuldige Menschen ist verwerflich und unentschuldbar.“

Spicers Vergleich kam am ersten Tag des Passah-Festes und weckte Erinnerungen an eine Presseerklärung des Weißen Hauses zum Holocaust-Tag im Januar, in der es keine Erwähnung der jüdischen Opfer gab.

Trump äußerte sich zunächst nicht zu Spicers Äußerungen. Er versuchte stattdessen, den Druck auf Russland zu erhöhen, Assad fallen zu lassen. Der syrische Präsident sei „ein Tier“, eine „böse Person“ und „sehr schlecht für Russland, sehr schlecht für die Menschheit“.

Das Anne-Frank-Zentrum warf Spicer vor, sich zu einer Leugnung des Holocausts verstiegen zu haben. Dies sei „die beleidigendste vorstellbare Form von Fake News“.

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