HATTEN - Auf ein sehr erfolgreiches Jahr konnte Peter Biel als Präsident des in Hatten ansässigen Internationalen Förderverbandes zum Einsatz des Wasserbüffels als Landschaftspflegers (IFWL) auf der Jahreshauptversammlung zurückblicken. Er erinnerte die Mitglieder an den Besuch und die Gespräche mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Ansgar Focke, Umweltminister Hans-Heinrich Sander, MdL Christian Dürr (FDP) und den Experten für den Natur- und Umweltschutz im Niedersächsischen Landtag.
Ebenfalls positiv wertet er die Kooperation mit dem Forstamt Ahlhorn, das eine Weide zum Aufbau einer neuen Büffelherde zur Verfügung stellte, die Kooperation mit österreichischen Regierungsvertretern in der Landschaftspflege und die Übernahme von Jungtieren aus Kärnten bis hin zum Besuch von Experten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt auf der Büffelweide.
Hierbei wurde der vom Aussterben bedrohte Kurzflügelkäfer (Emus hirtus) gefunden. Auch die von einem Experten der Uni Cottbus vorgenommene Dunguntersuchung erbrachte als Ergebnis über 35 verschiedene Insektenarten ein wichtiger Hinweis für die Zielsetzung des Verbandes zur Erhaltung der Artenvielfalt. Ein weiterer Höhepunkt in der Jahresbilanz war das Mitwirken der Büffelfarm Hatten und des IFWL Anfang Oktober am Tag der Regionen mit dem 1. Weidenfest in Huntlosen und der Übergabe der ersten Buchveröffentlichung des Verbandes an das Landwirtschaftsministerium. Im Dezember besuchten Wissenschaftler der Uni Oldenburg die Büffelweide, um Möglichkeiten von Forschungsprojekten im Naturschutz und der Landschaftspflege zu besprechen.
Auch Dr. René Krawczynski und Hans-Georg Wagner, beide IFWL-Vizepräsidenten, und Präsidiumsmitglied Doreen Enge berichteten von erfolgreichen Projekten und Forschungsvorhaben an verschiedenen Standorten in Deutschland. Es wurde begrüßt, dass der Förderverband zunehmend in die Planungen anderer Landschaftspflegeverbände einbezogen wird. Sehr wertvoll sei dabei die enge Kooperation mit der Hatter Büffelfarm, die als einziger Zuchtbetrieb in Deutschland bereits über mehr als 13 Jahre praktische Erfahrung in der ganzjährigen Offenland-Haltung von Wasserbüffeln verfügt.
So konnten im vergangenen Jahr die vierbeinigen Landschaftspfleger nicht nur erstmals nach Schweden und nach Tschechien geliefert werden, auch am Bodensee, an der Oder und in der Wahner Heide bei Köln sind die großen Pflanzenfresser aus dem Oldenburger Land erfolgreich im Einsatz.
