Petersdorf/Lutz - Die Freude bei Christian Herzig ist groß, als er am Dienstag von der guten Nachricht durch die NWZ  erfährt. „Das ist ein sichtbarer und großer Erfolg für uns“, sagt der Petersdorfer. Er wohnt am Lutzweg im Ortsteil Lutz. Im Mai hatte er den Landkreis durch die NWZ  dazu aufgefordert, auf der Hauptstraße zwischen Petersdorf und Lutz eine 70er Zone zu errichten. Sein Wunsch geht jetzt in Erfüllung.

Diese 70er Zone wird in Richtung Bösel hinter der Straße „An der Vehne“ eingerichtet. „Zusätzlich werden vor den dortigen Bushaltestellen in beiden Richtungen Warnschildern mit der Aufschrift ,Achtung Kinder’ aufgestellt“, sagt Sabine Uchtmann, Pressesprecherin beim Landkreis Cloppenburg auf Nachfrage der NWZ. Auch die Bushaltestellenschilder sollen erneuert werden. „Diese waren alt und nicht mehr gut genug als solche zu erkennen“, fügt Uchtmann hinzu.

Vor der Entscheidung machte sich die entsprechende Verkehrs- und Unfallkommission ein Bild von der Situation vor Ort. Dort wurde den Verantwortlichen klar, dass ein Tempolimit in beiden Richtungen nicht durchsetzbar ist. „In Richtung Wardenburg ist die Kurve viel besser einsehbar. Dort ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht notwendig“, so Pressesprecherin Uchtmann.

Für Anwohner Herzig gehen alle seine Forderungen in Erfüllung. Diese wurden nach den jüngsten Unfällen auf der Hauptstraße hinter Petersdorf immer lauter. Besonders der Unfall, bei dem ein 11-jähriger Junge von einem Transporter erfasst worden war, machte ihm zu schaffen. „Für mich ist dieser Abschnitt ein absoluter Unfallschwerpunkt. Hier wird einfach zu schnell gefahren und es darf leider auch zu schnell gefahren werden“, sagte er damals. Die Angst um seine eigenen Kinder, die jeden Tag mit dem Bus von dort zur Schule fahren, wuchs. „Jetzt bekommen die Schüler ein wenig mehr Sicherheit“, sagt der Anwohner.

Laut Landkreis werden die neuen Warnschilder voraussichtlich in den nächsten Wochen aufgebaut. Für genügend Sicherheit würde für Herzig aber nur ein Überholverbot im Bereich der Straße „An der Vehne“ und der dortigen Bushaltestelle sorgen. „Die Autos fahren hier einfach zu schnell an den Bussen vorbei. Es wird nur wenig Rücksicht genommen“, so Herzig.

Trotzdem ist der Anwohner sehr froh über die neuen Warnschilder. Herzig: „Es ist wichtig, den Fahrern die Bushaltestelle noch einmal in Erinnerung zu rufen. Dann gehen sie vielleicht vom Gas und denken nach.“

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland