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Meist sitzt er schon gegen sieben Uhr morgens am Schreibtisch. Oft auch an Sonntagen. Heinrich Tiemann, der künftige Koordinator von Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier für den SPD-Teil der Koalition im Auswärtigen Amt, gilt als Arbeitstier. Auf vielen einflussreichen Stühlen in Bonn und Berlin hat der 56-Jährige schon gesessen. Als „kluger Apparatschik“, aber „extrem flexibel“ und exzellent mit vielen SPD-Schaltstellen vernetzt, so wird der Sohn eines Betriebsratschefs aus dem württembergischen Schwenningen beschrieben. Seine Karriere nach dem Studium begann Tiemann bei den Gewerkschaften. Den früheren IG-Metall-Chef Franz Steinkühler nennt er als wichtigen Lehrmeister. Anfang der 90er Jahre wechselte er in die SPD-Zentrale und danach in die Fraktion. Nach der gewonnenen Bundestagswahl 1998 kam der Ruf Schröders aus dem Kanzleramt.
Chef-Koordinator im Auswärtigen Amt
