HELLE - Helle/lr Prominenten Besuch hatten jetzt die Ammerländer Sozialdemokraten im Hotel „Gesundbrunnen“ in Helle. Rolf Wernstedt, Landtagspräsident a.D., diskutierte mit hiesigen Parteimitgliedern das neue SPD-Grundsatzprogramm. Kritik äußerte der langjährige niedersächsische Kultusminister vor allem am Umfang des Programmentwurfes von 67 Seiten. Dem so genannten „Bremer Papier“ solle eine Präambel vorangestellt werden, in der Hauptgedanken und Zielsetzungen prägnant benannt würden und die Richtungsbestimmung deutlich werde.

Die sozialdemokratischen Grundwerte Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität seien aktueller denn je, so Wernstedt. Es sei nun aber an der Zeit, diese Grundwerte neu zu justieren und die neuen Herausforderungen und Probleme unserer Zeit (Globalisierung, Klimawandel und Armutsbewegungen) im Programm aufzunehmen. Es bleibe noch bis zum Bundesparteitag im Herbst Zeit, um Veränderungen am neuen Grundsatzprogramm vorzunehmen. Das neue Programm sehe einen „vorsorgenden Sozialstaat“ vor, der Menschen befähige, ihr Leben selbst zu bestimmen.

Unterstützung erfährt die Forderung Wernstedts nach einem strafferen neuen Parteiprogramm indes durch einen Antrag an den SPD-Bezirksvorstand, die so genannte „Burhavener Erklärung“.