Ramsloh - 25 Interessierte waren am Donnerstag der Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems in den Saterländer Hof in Ramsloh gefolgt, um sich über das Leuchtturmprojekt des Landes Niedersachsen, „4 Generationen Park“ in Wathlingen (Landkreis Celle), informieren zu lassen.
Steigende Geburtenraten reichten nicht aus, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, da viele junge Leute vom Land in die Städte ziehen, betonte Tagungsleiter Stephan Siefken vom Hermann-Ehlers-Bildungsforum, der die Referenten Bürgermeister Torsten Harms und Projektleiterin Kerstin Biedermann willkommen hieß. Die Abwanderung junger Menschen in die Städte mache den kleinen Landgemeinden zu schaffen. Dennoch forderten die Redner dazu auf, die Herausforderungen anzunehmen, statt sich weg zu ducken.
Große Themen der Zukunft für die Menschen auf dem Land werden die ärztliche Versorgung, das kulturelle Programm, das Vorhalten der öffentlichen Infrastruktur, die Freizeitqualität durch Vereine und Verbände sowie der Einkauf vor Ort sein. Um attraktiv zu bleiben, sei es für die Landgemeinden wichtig, Familien für die Orte zu gewinnen, und zwar für die vier „Generationen“ „Kinder und Schüler“, „Auszubildende und Studenten“, „Arbeit und Aufbau“ und „Erntezeit und Genießen“. Dazu müsse ein Ziel sein, optimalen Wohnraum zu schaffen und den Menschen ein erfülltes Leben bieten zu können. Es müsse versucht werden, ein zukunftsfähiges, attraktives Schulangebot zu schaffen und einen attraktiven Öffentlichen Personen-Nahverkehr zu halten.
Aber auch der Tourismus müsse sich dem demografischen Wandel stellen und sich neuen Ideen gegenüber öffnen. Durch den Rückgang der Erwerbspersonen und dem Mangel an jungen qualifizierten Arbeitskräften sei es wichtig, einen bedarfsangepassten Arbeitsmarkt zu haben.
Ein weiteres Ziel sei die Sicherung des Ehrenamtes, in Zeiten, wo Mitgliederzahlen sinken, die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit nachlasse, Vorstände nicht mehr besetzt werden könnten und Vereine aufgelöst würden. Aus den Teilnehmerreihen wurde dabei deutlich, dass das Vereinsleben im Saterland sehr gut sei. Für die Zukunft, so die Referenten, sei es enorm wichtig, attraktive Dörfer in den Bereichen Kultur, Sport, Gesellschaftsleben und lebenslangem Lernen zu gestalten. Das könne nur gelingen durch gute Vernetzungen in allen Bereichen.
Die Referenten erklärten, wie Wathlingen die Gedanken der vier Generationen in die Überlegungen zur Planung des „4-Generationen-Parks“ hat einfließen lassen, um ein zielgruppenorientiertes Angebot zu schaffen und die Generationen zu verbinden. So sei ein Anliegen gewesen, die Multifunktionalität der Räume und Einrichtungen zu gewährleisten.
