Hildesheim/Gifhorn - Wegen sexuellen Kindesmissbrauchs und Misshandlung von Schutzbefohlenen soll der frühere Leiter einer familienähnlichen Wohngruppe in Gifhorn für drei Jahre und zwei Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Hildesheim sah es als erwiesen an, dass der 57-Jährige jahrelang ein Mädchen quälte, indem es noch als Schülerin tagelang dieselben Windeln tragen musste. Das erläuterte ein Gerichtssprecher am Donnerstag. Das Kind wurde auch in einen Käfig gesperrt. In zwei Fällen kam es zu sexuellem Missbrauch. Die angeklagten Taten sollen sich zwischen 1998 und 2007 ereignet haben. Ursprünglich war der Erzieher wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs in zwölf Fällen und schwerer Misshandlung angeklagt.

Die mitangeklagte 61 Jahre alte Ehefrau erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, hauptsächlich weil sie die Taten zugelassen habe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.