Vreschen-Bokel - Viele Wahlhelfer unterstützen die Gemeinde Apen bei der Auszählung der Stimmen zur Landtagswahl. Karl-Heinz Weber ist einer von ihnen. Die NWZ fragte ihn nach seinen langjährigen Erfahrungen als ehrenamtlicher Wahlhelfer.
In der Regel verlaufe die Stimmangabe ohne Zwischenfälle, erklärt Weber. Trotzdem liege die Telefonnummer der Gemeinde für Rückfragen parat: „Vereinzelt müssen wir nachfragen: Zum Beispiel dann, wenn jemand zwar die Briefwahl beantragt hat, dann aber persönlich zum Wählen vorbeikommt.“
Für Weber beginnt der Wahltag früh: morgens um halb acht werden die Wahlurnen aufgebaut. Es wird darauf geachtet, ob die Wahlkabinen einsehbar sind; die Musterwahlzettel werden aufgehängt, berichtet Weber.
Verschiedene Phasen
„Seit einigen Jahren gibt es ja das Wahllokal bei der Gaststätte Scheppner. Für uns im Dörpshus bedeutet das schnelleres Auszählen, aber auch mehr Langeweile.“ Wenn zu viel Andrang herrsche, würden sich automatisch Grüppchen bilden, die Zeit werde zum „Schnacken“ genutzt. Weber kennt die Phasen, in denen der Zulauf ganz besonders groß ist: Morgens um acht kommen die Bürger, die sich für den Rest des Tages etwas vorgenommen haben. Kurz vor Mittag, so Weber, käme ein weiterer Schub und dann noch ein großer Teil der Wählerinnen und Wähler nach dem Kaffeetrinken. „Einige kommen erst so um kurz vor sechs vorbei“, ergänzt Weber.
Aufgabenverteilung
Um Punkt 18 Uhr ist Schluss mit der Stimmenabgabe. Dann gilt der Grundsatz „Genauigkeit vor Schnelligkeit“, so Weber. Jeder hat feste Aufgaben, um die etwa 300 bis 400 Stimmen auszuzählen. Begonnen werde mit den Erststimmen. „Dann kommen die Zweitstimmen an die Reihe.“ Im Anschluss an die Auszählung sitzt das Team der Wahlhelfer meistens noch etwas zusammen. Weber schätzt diese familiäre Atmosphäre.
