Hohenkirchen - Mohamed und Mohamed sind sich schnell einig: „Es ist einfach perfekt hier“, rufen die Jungs. Mehr können sie aber auch nicht sagen, dann müssen sie schon weiterspielen. Und Kuchen essen.

Beides konnten die zwei elfjährigen Jungs besonders gut beim Begegnungsfest an der Gorch-Fock-Straße in Hohenkirchen. Zum zweiten Mal hat dort die Jugendpflege Wangerland das Straßenfest organisiert, dieses Mal gemeinsam mit den Integrationslotsen. „Damit wollen wir einfach ein Zeichen setzen und zeigen, dass jeder hier willkommen ist“, so Jugendpflegerin Imke Gerdes. Denn: in der Straße wohnen auch viele Migranten.

Willkommen gefühlt – das haben sich auch sofort Sweta Safi, Yasemine Habibi und Maryam Tajik aus dem Iran. „Das sind alles meine Freundinnen“, sagt Integrationslotsin Jutta Cramer und nimmt die anderen Frauen gleich in den Arm. Yasemine Habibi lächelt. „Alle sind so nett hier, wir spüren richtig Liebe.“ Aus diesem Grund fühlt sie sich auch sehr wohl im Wangerland.

Willkommen gefühlt – das hat sich aber auch Familie Zahmow aus Sachsen. Erst in diesem Jahr sind sie nach Hohenkirchen gezogen – haben sich aber schnell eingelebt. „Die Menschen sind hier alle so entspannt und hilfsbereit“, sagte Jutta Zahmow. „Diese Freundlichkeit spürt man nicht überall.“

Deshalb genossen sie auch das Begegnungsfest besonders. Denn das bringt sie und ihre Nachbarn noch ein wenig mehr zusammen. „Obwohl wir hier auch schon einige unserer Nachbarn kennen. Wir sind miteinander befreundet, wurden schon zum Essen eingeladen und jeder akzeptiert hier jeden“, betont Jutta Zahmow. „Das ist alles ein Miteinander – kein Gegeneinander.

Antje Brüggerhoff
Antje Brüggerhoff Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt