Das Berliner Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das am kommenden Dienstag eingeweiht wird, geht auf die Initiative eines Kreises um die Publizistin Lea Rosh im Jahr 1988 zurück. Es entbrannte anschließend eine Debatte über das historische Selbstverständnis der Deutschen am Ende des 20. Jahrhunderts und über ihren Umgang mit dem Holocaust. Nach jahrelangem Streit über die Gestaltung beschloss der Bundestag 1999 den Bau nach einem Entwurf des US-Architekten Peter Eisenman. Südlich des Brandenburger Tors wurde das Mahnmal als Feld aus 2711 Betonstelen gebaut. Auf Vorschlag des damaligen Kulturstaatsministers Michael Naumann (SPD) wurde es um einen unterirdischen Ort der Information über die Judenvernichtung ergänzt. Die Baukosten belaufen sich nach Angaben der Denkmalsstiftung auf rund 27,5 Millionen Euro.
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