Ramsloh - Franz-Josef Holzenkamp aus Emstek bleibt Kreisvorsitzender der CDU. Auf dem CDU-Kreisparteitag am Dienstagabend im Landgasthof Dockemeyer in Ramsloh-Hollen erhielt der Bundestagsabgeordnete 114 von 121 abgegebenen Stimmen. Insgesamt waren 123 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Holzenkamp konnte zudem die Landtagsabgeordneten Clemens gr. Macke und Karl-Heinz Bley sowie Ehrenmitglied Hans Eveslage und Gastredner Lutz Stratmann aus Oldenburg, ehemaliger Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, begrüßen.

Bei der Wahl von drei stellvertretenden Vorsitzenden verzichtete Landrat Johann Wimberg auf eine neue Kandidatur. Für ihn wurde Dr. Michael Steenken aus Scharrel, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender im Saterland, gewählt (113 Stimmen). Bestätigt wurden die Vorsitzende der Kreisfrauenunion, Marlies Hukelmann (Löningen, 117 Stimmen), und Hermann Schröer (Cloppenburg, 113). Der bisherige Schatzmeister Ulrich Wendeln kandidierte nicht mehr. Mit 118 von 120 abgegebenen Stimmen wurde Jürgen Focke (Cloppenburg) zum Nachfolger gewählt. Auch Schriftführer Markus Block verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Sein Nachfolger ist Josef Kuhlmann (Lindern, 123 Stimmen). Nach einer von den Mitgliedern zuvor beschlossenen Satzungsänderung wurde auch ein Mitgliederbeauftragter gewählt. Von 123 Stimmen bekam Bernhard Hackstedt aus Garrel 121. 16 Beisitzer wurden gewählt (siehe Infobox).

Ebenso standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Für 60-jährige CDU-Mitgliedschaft wurde Heinrich Rolfes (Löningen), für 50-jährige Mitgliedschaft Dr. Gustav Schlömer (Cloppenburg) geehrt. In Abwesenheit geehrt wurden für 60 Jahre: Joachim Stopik (Cappeln); 50 Jahre: Franz Hovehne (Emstek), Franziskus Cloppenburg (Thüle), Mechthild Hanneken (Friesoythe), Elisabeth Weßling (Cloppenburg), Hermann Backhaus (Cloppenburg), Herbert Messer (Barßel), Irmgard Pohl (Essen), Erhard Sternberg (Friesoythe), Johannes Taphorn (Cloppenburg).

Der Kreisparteitag stand unter dem 70. Geburtstag der Kreis-CDU. Seit Januar konnten 129 neue Mitglieder dazu gewonnen werden. Holzenkamp ging auf die Flüchtlingspolitik ein. Hier sei „vieles falsch“ gelaufen und Vertrauen verspielt worden. Wimberg sagte, die Flüchtlingsquote liege bis Ende Juli bei 1494. 1322 Personen seien vor Ort. Holzenkamp und Wimberg machten auch die Breitbandversorgung zum Thema, die vorangetrieben werden soll.

Gastredner Stratmann machte deutlich, wie wichtig es sei, dass sich Menschen in der von Smartphones und sozialen Netzwerken dominierten Zeit persönlich begegnen. Dies würde Vertrauen schaffen. Er riet zur Vorsicht bei den vermeintlichen Heilsbringern, den sozialen Netzwerken. Es falle immer schwerer, Lösungen aufzuzeigen. Auch Erfahrungen von Älteren sollte man bei der Suche nach diesen einbeziehen. Gebraucht werde trotz Internets eine offene Diskussionskultur, die neue Ideen zulasse.

Mehrheitlich nahmen die Delegierten einen Antrag vom Arbeitskreis Familienpolitik zu Diskussionsgrundsätzen zur Familienpolitik an. Auch ein zweiter Antrag des Arbeitskreises wurde angenommen. Bei diesem geht es um die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das „Trümmerfrauenurteil“ und die Beitragsgerechtigkeit in den Sozialversicherungssystemen.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland