Durchsetzen musste sich Horst Köhler schon in jungen Jahren als siebtes von acht Kindern. Er kam 1943 in Polen zur Welt, dorthin waren seine Eltern zwangsweise umgesiedelt worden. Über Leipzig und West-Berlin gelangten die Köhlers nach dem Krieg ins schwäbische Ludwigsburg und wurden 1957 dort heimisch.
Nach dem Studium tritt der Wirtschaftswissenschaftler in die Grundsatzabteilung des Wirtschaftsministeriums ein und wechselt 1981 nach Kiel als Referent von Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg. Mit ihm kehrt er ins Finanzministerium zurück und wird unter Theo Waigel Staatssekretär.
Präsident des Sparkassen und Giroverbandes sowie Direktor des Internationalen Währungsfonds in Washington sind weitere berufliche Stationen Köhlers.
CDU, CSU und FDP benennen ihn am 4. Mai 2004 zum Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Er wird am 23. Mai gewählt.
