HORUMERSIEL - „Keine Abschiedsparty für die Landtagsabgeordnete Inse-Marie Ortgies soll es werden, sondern eine Rückkehr ins Wangerland“, erklärte die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Alice Brandenburg-Bienek auf dem Abschieds-Empfang der scheidenden Landtagsabgeordneten am Dienstag im Kursaal Horumersiel. Hier hatten sich viele Freunde und Parteimitglieder eingefunden, um die Arbeit der Politikerin über drei Legislaturperioden zu würdigen und sie auch als Person zu feiern.
Da rollte so manche Träne über die Gesichter – auch bei Inse-Marie Ortgies selbst. Immer wieder wurde neben ihren Leistungen auch ihre Warmherzigkeit angesprochen. „Sie hat in Hannover zum Wohle des Wangerlandes gewirkt und sie hat sich die Wertschätzung der Bürger erworben“, betonte Brandenburg-Bienek.
„Wir werden Dich jetzt wesentlich öfter in Hohenkirchen und anderen Gemeindeteilen sehen und mit Dir sehen, was Du im Wangerland erreichen konntest“, sagte Bürgermeister Harald Hinrichs. Ortgies habe das Wangerland in den Ministerien in Hannover bekannt gemacht.
Näher auf das Wirken und die Arbeit der Noch-Mandatsträgerin ging Joachim Gramberger als langjähriger CDU-Bürgermeister und Mitstreiter im Wangerland ein. Er lobte Ortgies’ Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit sowie „ihre Gradlinigkeit, ihren unbedingter Einsatzwillen, ihre Offenheit und ihre Verlässlichkeit“.
Inse-Marie Ortgies war von 1980 bis 2002 Kreistagsabgeordnete in Friesland, von 1988 bis 2000 war sie zudem Kreisvorsitzende. 1994 wurde sie in den Landtag gewählt, dem sie seitdem ununterbrochen angehört hat.
Gramberger ließ noch einmal einige Erfolge Revue passieren, an denen Ortgies in gemeinsamem Handeln mit der Verwaltung, der Wangerland Touristik und des Landkreises als Türöffnerin und politisch gewichtige Verhandlungspartnerin in Hannover mitgewirkt habe: Spielstadt und Hotelanlage in Hohenkirchen, Deichbau durch Kleientnahme binnendeichs und dadurch Schaffung des Sees, der Bau einer Promenadenbrücke, die zukünftige Motorsportanlage in Mederns und die neue Dünenlandschaft am Strand von Hooksiel.
Dazu komme ihr Kampf um bessere Ferienregelungen für die Tourismuswirtschaft. Überhaupt habe sie den Tourismus an der Küste immer besonders unterstützt. Am Schluss seiner Rede übergab Gramberger einen Strauß roter Rosen und einen Apfelbaum.
Auch der ehemalige Landtagsabgeordnete Andreas Luiken lobte die Arbeit von Inse-Marie Ortgies. Die CDU-Landtagskandidatin Elisabeth Onken betonte, Inse-Marie Ortgies sei ihr großes Vorbild.
Orgties bedankte sich in einer sehr emotionalen Rede. Alle hätten ein Stück Vergangenheit in ihr wieder aufleben lassen. Ihr besonderer Dank ging an ihre beiden Büroleiter Johann Tjarks und Sigrun Langer, an ihre langjährige Haushälterin Traute Stadtlander sowie an den Shantychor „Likedeeler“ Horumersiel, dem sie sich sehr verbunden fühle.
