Hude - Die Unzufriedenheit vieler Bürgerinnen und Bürger mit dem schlechten Zustand der Straßen und Wege in der Gemeinde Hude wurde auch am Dienstagabend bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Rathaus noch einmal deutlich.

Riesige Schlaglöcher, ausgefahrene Seitenstreifen, nicht gereinigte Entwässerungsgräben – das nervt die Bürger. Etliche Stellen, wo etwas nicht in Ordnung ist, wurden aufgelistet.

Dietrich Fischbeck, Betriebsleiter beim Zweckverband Kommunalservice Nordwest, schrieb denn auch fleißig mit. Er hat bereits eine endlos lange Liste, die abzuarbeiten ist.

„Wir haben unendlich viele Straßen, die leider alle nicht so sind, wie wir sie uns wünschen“, verwies Bürgermeister Holger Lebedinzew auf das Dilemma. Es gebe einen Arbeitskreis Straßensanierung, der die Liste jährlich aktualisiere und eine Prioritätenliste aufstelle, die nach dem jeweils zur Verfügung stehenden Geld abgearbeitet werde.

„Gute Lösungen sind teuer“, sagte Dietrich Fischbeck. Er weiß auch, dass Flickschusterei nicht wirklich weiterhilft. Aber man müsse die Probleme im Kontext aller Straßen sehen.

Im Jahr 2017 hat mit einem Gesamtbudget von 700 000 Euro erstmals deutlich mehr Geld für den Erhalt der Straßen in Hude zur Verfügung gestanden. Dietrich Fischbeck hofft, dass Politik und Verwaltung auch künftig die Notwendigkeit erkennen.

Angst haben Bürger in etlichen Huder Bereichen, dass bei starkem Regen ihre Häuser und Grundstücke geflutet werden. Es gebe viele Stellen in der Gemeinde, wo seit Jahren die Entwässerungsgräben an den Straßen und Wegen nicht mehr gereinigt worden seien, warf ein Bürger in den Raum.

Der Zweckverband sei durchaus auch in diesem Bereich aktiv, sagte Betriebsleiter Fischbeck. Für die Grabenreinigung seien zwei Bagger im Einsatz.

Mehr tun für Hudes Straßen

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude