HUDE - Was ihre Motivation sei, Blut zu spenden? Selma Plaküter stutzt kurz und antwortet dann wie selbstverständlich: „Leben retten.“ Genau das hatten wohl auch die anderen zahlreichen Menschen im Sinn, die am Montag in den Kulturhof gekommen waren. Denn hier hatte der Ortsverein Hude des Deutschen Roten Kreuzes zur Blutspende aufgerufen.

„Es ist irre, ich bin super zufrieden“, freute sich Monika Schreiber, Leiterin des örtlichen Blutspende-Teams, über die hervorragende Resonanz: Um 17.30 Uhr, nach nur knapp zwei Stunden, hatten sich bereits 80 Spender Blut abnehmen lassen. Auch an diesem Dienstag können sich gesunde Menschen ab 18 Jahren noch von 15.30 bis 20 Uhr einen halben Liter Blut im Kulturhof abzapfen lassen.

Zur Belohnung winkt ein üppiges Buffet. Am Nachmittag gibt es Kuchen und Quarkbällchen, später Abendbrot. „Gerade sind die Frikadellen und das Rührei angelaufen“, berichtet Monika Schreiber, „außerdem haben wir das Buffet um Fisch ergänzt.“

Leicht zu erkennen sind die Spender am weißen Pflaster am Ohrläppchen. Hier hat ein Arzt beim Gesundheits-Check kurz zuvor einen kleinen Bluttest gemacht. „Wir testen, ob der Hämoglobin-Wert hoch genug ist und kontrollieren den Blutdruck“, erklärt Petra Frehde, während sie Selma Plaküter Blut abnimmt. Nebenan versetzt Carmen Elders gerade Rolf Ottowitz einen Piks. Auch einen Fragebogen müssen die potenziellen Spender zunächst ausfüllen. Wer in den vergangenen vier Monaten beispielsweise eine Operation hatte oder sich hat tätowieren oder piercen lassen, kommt nicht für das „große“ Spendenprogramm infrage – es gibt aber auch eine kleinere Alternative.

„Eine Begleitung!“, ruft eine der Blutabnehmerinnen in den Raum. Schon eilen Tobias Riekers und Steffen Jungmann herbei. Die beiden Jungs sind dafür verantwortlich, die Spender nach der Blutabnahme in die Ruhezone zu begleiten. Dort dürfen diese es sich für zehn Minuten erst mal bequem machen. Eine halbe Stunde dürfen sie zudem nicht Auto fahren.

Zum wiederholten Male dabei ist auch Spender Dirk Römer. „Nach dem ersten Mal ist die Hemmschwelle nicht mehr so groß“, erklärt er.