HUDE - Eltern müssen voraussichtlich ab dem 1. August für die Betreuung ihrer Steppkes in den Huder Kindergärten und Krippen tiefer in die Tasche greifen. Die Gemeindeverwaltung schlägt eine Gebührenanhebung vor, die für die Kindergarten-Vormittagsgruppen durchschnittlich 3,78 Prozent beträgt. Der Sozialausschuss berät darüber am Montag, 23. April, in öffentlicher Sitzung, die um 17 Uhr im Rathaus beginnt.

„Mit dieser Erhöhung wird nur eine moderate Anpassung vorgenommen“, erläutert Fachbereichsleiter Uwe Schubert. Insbesondere unter Berücksichtigung des aktuellen Tarifabschlusses würde damit keine Steigerung des durch Elternbeiträge erzielten Kostendeckungsgrades erreicht werden. Derzeit tragen die Eltern mit ihren Gebühren rund 24 Prozent der Kosten. Die im Haushalt verabschiedeten – und von der Politik mitgetragenen – Zielvorgaben sehen vor, dass die Elternbeiträge 33 Prozent decken sollen.

In Hude sind die Kindergarten- und Krippengebühren nach dem Einkommen der Eltern sozial gestaffelt. Der günstigste Vormittagsplatz im Kindergarten kostet derzeit 78 Euro pro Monat – geplant ist eine Anhebung um zwei Euro (plus 2,5 Prozent). Der teuerste Platz soll künftig 170 Euro Euro (bisher 162,50 Euro) kosten – das entspricht einer Steigerung um 4,6 Prozent. Der günstigste Krippenplatz (bei einer vierstündigen Betreuung) soll ab August um 2,4 Prozent teurer werden und 127,50 Euro kosten. Der teuerste wird mit 207 Euro veranschlagt (plus 4,5 Prozent).

Auch für die Inanspruchnahme von Früh-, Mittags- und Spätdiensten steigen die Gebühren. Eine prozentual höhere Anhebung soll es für das nur in den kommunalen Kindergärten angewandte Modell der individuellen Betreuung geben. Zur Begründung verweist die Verwaltung darauf, dass die Abrechnung der flexibel in Anspruch genommenen Stunden, die über ein Scheckkartensystem erfasst werden, mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden sei. Dies müsse sich auch in der Gebühr niederschlagen.

Nach Angaben der Gemeindeverwaltung befindet sich Hude mit der neuen Gebührenregelung im Mittelfeld der Landkreis-Kommunen. Mit der 100-prozentigen Versorgung im Kindergartenbereich und der derzeit etwa 40-prozentgien Versorgung mit Krippenplätzen sei man führend im Landkreis.

Zuletzt waren die Gebühren 2009 angehoben worden – seinerzeit hatte der Rat die von der Verwaltung empfohlene Erhöhung halbiert. Zuvor waren die Elternbeiträge jeweils im Zwei-Jahres-Rhythmus angepasst worden. Dieser Automatismus ließ sich im Kommunalwahljahr 2011 jedoch nicht aufrechterhalten.