HUDE - In der letzten Sitzung in alter Zusammensetzung drückte der Huder Gemeinderat noch einmal aufs Gaspedal: Innerhalb von nur 45 Minuten wurde am Donnerstag die elf Punkte umfassende Tagesordnung abgearbeitet. Die wichtigsten Themen: die Sanierung der Ortstraße in Hurrel und die Anlage eines Hochzeitswaldes in Wüsting.
Gegen die Stimmen der vier Grünen und bei sechs Enthaltungen votierte der Rat mehrheitlich dafür, dass die Ortstraße von der Bremer Straße bis zur Einmündung „Hesterort“ mit einer neuen Fahrbahndecke umfassend saniert wird. Dafür werden in diesem Jahr weitere 80 000 Euro außerplanmäßig bereitgestellt. Insgesamt soll die Maßnahme 170 000 Euro kosten – finanziert werden die Ausgaben mit Haushaltsmitteln, die für ins nächste Jahr verschobene Maßnahmen (Oberflächenentwässerung an der Königstraße und Erneuerung der Straße „Am Postweg“) vorgesehen waren.
Grünen-Fraktionschefin Birte Wachtendorf bezeichnete das Vorziehen der Sanierung der Ortstraße als „zurzeit nicht angebracht“. Richtig glücklich mit der Entscheidung zeigten sich auch die Vorsitzenden der beiden großen Fraktionen nicht.
Fachwissen erwünscht
Horst Linnemann (CDU) erinnerte an die Diskussion, ob eine Ausbesserung per Dünnschicht ausreichend oder eine neue Dickschicht notwendig sei. „Da wünsche ich mir mehr Fachwissen an den Tisch“, so Linnemann. Auch Heiko Aschenbeck (SPD) fand die Vorgehensweise „nicht in Ordnung.“ Zur Erinnerung: Ursprünglich hatte der Bauhof-Zweckverband Kommunalservice Nordwest die Ortstraße als nicht vordringlich eingestuft.
Grünes Licht gab es für die Schaffung eines Hochzeitswaldes in Wüsting. Einstimmig beschloss der Rat, dafür 15 000 Euro zu bewilligen. „Was lange währt, wird endlich gut“, kommentierte Gerit Menkens (CDU) die Dauer von der am 1. März 2009 erfolgten Antragstellung bis zum Ratsbeschluss. Die Parkfläche soll im Bereich des Neubaugebietes angelegt werden. „Es ist zu hoffen, dass viele Brautpaare diesen Brauch pflegen“, so Menkens.
Bald Ersatzpflanzungen
Eingedenk der schlechten Erfahrungen mit einer Baumpflanzaktion im Zuge der 777-Jahr-Feier – zwei Drittel der 26 Bäume und 600 Sträucher, die auf einer Fläche an der Straße „Hinter den Möörten“ gepflanzt wurden, sollen abgängig sein – sorgte sich Birte Wachtendorf (Grüne) um die künftige Pflege der Hochzeitswald-Bäume. Die spätere Unterhaltung, so heißt es in der Beschlussvorlage, soll „im Rahmen der Möglichkeiten“ durch den Bürgerverein Wüsting erfolgen. Immerhin: Ersatzpflanzungen für die im Jahr 2010 eingegangenen Bäume und Sträucher werden in diesem Herbst vorgenommen. „Wir haben dem Zweckverband den Auftrag erteilt“, informierte Wolfgang Martens, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.
