HUDE - Viele Leute waren nicht gekommen, aber die, die da waren, harrten in der Kälte aus: Der Ortsverband der Linken hatte am Mittwochabend zu einer Kundgebung vors Huder Rathaus geladen. Ihre Forderung: Transparenz und Öffentlichkeit. Der Hintergrund: der Arbeitskreis zum Tunnel-Streit, der wenig später hinter verschlossenen Türen tagte.
„Es ist schön, dass sich der Arbeitskreis damit beschäftigt“, sagte Ortsverbandsvorsitzende Veruschka Schröter-Voigt. „Aber es ist schade, dass die Bürger ausgeschlossen wurden.“ Die Landtagsfraktionschefin der Linken, Kreszentia Flauger, betonte, es sei nur „recht und billig“, auch die Anwohner zum Thema zu befragen. „Wir fordern, dass diese Sitzungen öffentlich abgehalten werden und nicht nur ausgewählte Menschen zuhören dürfen.“ Die Linke wolle zudem eine Bürgerbefragung.
Arbeitskreis-Moderatorin Simone Neddermann machte auf dem Weg zur Sitzung bei der Gruppe halt. Sie könne hinter der Entscheidung der Mitglieder stehen, nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, erklärte sie. Aber auch die Wirkung nach außen sei nachvollziehbar. Der Arbeitskreis werde jedoch nicht komplett geschlossen bleiben. „Es geht nur um den Punkt, ab wann wir rausgehen.“
Flauger kritisierte den „stillen Zuhörer“ im Gremium, CDU-Ratsherr Bernhard Wolf, sowie den FDP-Kreistagsabgeordneten Ernst-August Bode, nach eigenem Bekunden als Privatmann dabei: „Das ist überhaupt nicht nachvollziehbar.“ Neddermann versprach, sowohl dieses Thema als auch die öffentliche Wahrnehmung in puncto Transparenz auf der Sitzung anzusprechen. Schröter-Voigt gab derweil die Hoffnung auf mehr Transparenz nicht auf. „Und wenn nichts passiert, stehen wir beim nächsten Treffen eben wieder hier.“
