Hude - Jetzt sind es die Parkplätze: Es wird zum Dauerthema in der Gemeinde Hude. Nach Ansicht der SPD-Ortsfraktion im Huder Rat ist am Spielplatz Jägerstraße wieder einmal der Baumbestand in Gefahr. In den Planungen für das Verkehrskonzept, das im Zuge des Bauantrages für die geplante Kita Amselstraße entworfen wird, sind zwei Alternativen aufgeführt. Es geht darum, wo die Parkplätze für die Eltern angelegt werden sollen, die ihre Kinder mit dem Auto zur Kita bringen werden. „Bei einer Variante müssten für sechs Parkplätze mindestens vier Bäume gefällt werden“, sagt Peter Zwiener von der SPD-Ortsgruppe.

Ende August hatte sich der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt mit den möglichen Verkehrskonzepten befasst. Heinz Mazur vom Hannoveraner Planungsbüro „PGT – Umwelt und Verkehr“ stellte damals eine Verkehrsuntersuchung vor, bei der zwei Möglichkeiten herauskamen. Variante eins sieht vor, dass nördlich der Kita eine Hol- und Bringzone eingerichtet wird. Favorisiert wurde allerdings vom Planungsbüro eben jene zweite Variante mit einer Hol- und Bringzone in der Jägerstraße. Direkt am Eingang zum Spielplatz würde der Gehweg dann weichen müssen – und mit ihm einige der Bäume. „Dabei handelt es sich um drei alte Eichen und eine Buche“, zeigt Zwiener auf. Insbesondere, weil der Gehweg dann hinter den Parkplatz auf den Spielplatz umgeleitet werden müsste.

Lesen Sie hier, warum vorher auf dem Spielplatz Bäume gefällt wurden.

Bereits zuvor hatte es heftige Diskussionen gegeben, weil für den Neubau an der Amselstraße die mittlere Baumreihe auf dem Spielplatz gefällt wurde. „Es gab damals die Zusage, dass keine weiteren Bäume weichen müssen und so viel Fläche wie möglich vom Spielplatz erhalten bleibt“, meint Jutta Schröder (SPD). Auch ihre Fraktion habe zunächst den Vorschlag begrüßt, die Verkehrssituation durch eine Parkzone in der Jägerstraße zu entzerren. „Als wir uns dann aber die Pläne genau angeguckt haben und vor Ort waren, wurde klar, dass das nicht funktionieren kann, ohne den Baumbestand zu gefährden“, sagt Ulrike Janz-Janzen (SPD).

Für die Vertreter der SPD-Ortsgruppe steht deshalb fest, dass aus den aktuellen Plänen die Variante eins gewählt werden müsse. Bei dieser würden 16 Parkplätze direkt an der Amselstraße – plus einige separate Mitarbeiterplätze – eingeplant werden. Diese müssten jeweils drei Meter breit sein, damit auch Kinderwagen und Buggys aus den Autos herausgeladen werden können. Auch das könnte zu Engpässen führen – es müsste aber nichts gefällt werden. „Mit unseren Stimmen werden keine Bäume mehr weggenommen. Wir stehen bei den Bürgern im Wort“, sagt Zwiener nachdrücklich.

Arne Erik Jürgens
Arne Erik Jürgens Thementeam Polizei/Justiz