Hude - Die Diskussion über die Platzierung der neuen Kita an der Amselstraße nimmt kein Ende. Zu den jüngsten Äußerungen von Friedrich Schnabel (CDU), meldet sich nun Ulrike Janz-Janzen für die SPD-Fraktion zu Wort. Die SPD habe sich in den vergangenen Jahrzehnten vehement für die Schaffung von qualitätvollen Schulen und Kindergärten eingesetzt. Janz-Janzen bedauert deshalb, dass es nicht dazu gekommen sei, an der Amselstraße die neue Kita auf dem vorhandenen Grundstück individuell und optimal zu planen, wie es üblich sei. Stattdessen sei eine fertige Planung so lange hin- und hergedreht worden, bis sie kompromissbehaftet endlich passte, „ohne Rücksicht auf Bäume, Natur und Landschaft.“

Janz-Janzen erinnert an den Fachausschuss am 14. Januar mit dem Beschluss für Variante 2: „Und da steht dann tatsächlich in der Sitzungsvorlage zu lesen, dass es in der Entwurfsphase durchaus noch einige Änderungen geben könne, die dann konkretisiert werden müssten und auch bezüglich der Mehrkosten zu prüfen seien. Auf dieser Basis solle dann eine Entwurfsplanung erstellt und den Gremien zur Beratung vorgelegt werden, alles das mit maximalem Zeitdruck.“

„Noch interessanter wird es dann im öffentlichen Protokoll dieser Sitzung“, meint Janz-Janzen. „Nachdem der Bürgermeister ausführte, dass alles wegen der Fördermittel zügig vorangehen müsse, können wir dort im vorletzten Absatz lesen, dass es sich bei den vorgelegten Plänen um einen Vorentwurf handelt und nunmehr zu entscheiden sei, für welche Variante eine Entwurfsplanung zu erarbeiten sei. Kosten sind bis dato noch nicht berücksichtigt.“

Janz-Janzen: „Da kommt man ja nun ins Grübeln, wenn Herr Schnabel bereits davon Kenntnis zu haben scheint, dass die Vorbereitung für den Bauantrag bereits begonnen habe und dass der Bau nach der Sommerpause begonnen werde solle. Und all das, obwohl es bislang keinen Beschluss für den endgültigen Entwurf inklusive der Kostenberechnung gibt.“

In den Fachausschüssen in dieser Woche stehe das Thema nicht auf der Tagesordnung. Ohne Vorbereitung im Fachausschuss könne aber nicht am 21. März der Verwaltungsausschuss beschließen. Dazu komme, dass es seit jeher in Hude guter Stil gewesen sei, öffentlichkeitsbezogene Projekte in Millionenhöhe „entwurflich auch im Rat zu beschließen.“

Da dürfe man auf die weitere Zeitplanung gespannt sein. „Der Druck, die Bäume schon mal zu fällen, ist nun nur noch schwer erklärbar“, so Janz-Janzen. Die unangekündigte Baumfällung hatte viel Kritik hervorgerufen. Es sei ansonsten üblich, dass Ratsmitglieder intern und Bürger verwaltungsseitig über die Presse über Fällaktionen informiert würden, übt Janz-Janzen Kritik an der Informationspolitik der Verwaltung.