HUDE - 28. Oktober 2009 – Ein Datum, das Udo Fruhner nicht so schnell aus dem Kopf gehen wird. Philipp Rösler wird zum Gesundheitsminister der Bundesrepublik gewählt und ist damit der erste Arzt, der dieses Amt bekleiden darf. Für Udo Fruhner ein Signal: „Das passte mir überhaupt nicht. Das war wie ein Weckruf, mich politisch zu engagieren“, erinnert sich der 47-Jährige.
Direkt im November 2009 trat er in die SPD ein, die er schon immer gewählt habe, so Fruhner. Bei den Kommunalwahlen dieses Jahres kandidierte der Sozialversicherungsangestellte zum ersten Mal für den Gemeinderat und schaffte über die Liste den Einzug. Persönlich erhielt er 55 Stimmen. Der stellvertretende Vorsitzende der Huder Sozialdemokraten möchte nun gerade in der Sozialpolitik und in Sachen Bürgerbeteiligung seine Schwerpunkte setzen. „Der Bürger muss viel mehr und viel früher zu Wort kommen.“ Auch bei größeren Projekten sei es wichtig, ihn zu beteiligen und nach der Meinung zu fragen. Das Beispiel des Tunnelneubaus habe gezeigt, dass das gerade in der Kommunalpolitik gut umsetzbar sei. Fruhner: „Die Kluft zwischen Entscheidungsträgern und der Bevölkerung muss kleiner werden.“
Seit 16 Jahren lebt Udo Fruhner in Hude. Gebürtig kommt der Freizeit-Gärtner, der auch das Nordic Walking zu seinen Hobbys zählt, aus Neuss im Rheinland. Die Liebe hat ihn aus der Großstadt in das ländliche Hude gebracht. Bei einem Tanzkurs in Düsseldorf lernte er seine Frau Claudia kennen. Die gebürtige Huderin war beruflich im Rheinland und blieb nach dem Kennenlernen gleich da. 1995 zogen die beiden dann nach Hude, bauten zunächst bei ihren Eltern an, um sich 2007 ein Eigenheim zu schaffen. „Das ist schon eine Umstellung aus dem Rheinland nach Hude. Aber ich genieße die Natur hier, die Ruhe und die Erholung“, so Fruhner. Das einzige, was er vermisse, sei hin und wieder die schöne Düsseldorfer Altstadt. Deswege gehe es einmal im Jahr Ende August zum Schützenfest nach Neuss, um die alten Bekannten und Freunde wieder zu treffen.
