HUDE - Die Auseinandersetzung um den vom neuen Eigentümer des Gebäudes an der Parkstraße 39 (ehemaliges „Baristo“) geplanten Anbau hat in der vergangenen Woche für heftigen Wirbel im Rat gesorgt. Nachdem der Rat nun sein baurechtliches Einvernehmen erteilt hat, darf der Investor die Grundstücksbaugrenze um 85 Zentimeter in Richtung Dr. Gustav-Thye-Straße verschieben. Als einzige Fraktion dagegen war die SPD – warum, das erläutert Fraktionschef Heiko Aschenbeck nun in einer Pressemitteilung: „Uns ging es nicht um die Überschreitung der Grundstücksbaugrenze um 85 Zentimetern, sondern darum, auf die Gestaltung positiven Einfluss zu nehmen.“ Von der Gemeindeverwaltung hätte man erwartet, dass sie diese Möglichkeit nicht vorschnell aus der Hand gibt.
Es habe sich in der Vergangenheit gezeigt, wie wichtig diese Einflussnahme ist, so Aschenbeck. „Wenn man die Ursprungsplanung des Umfeldes sieht und das, was als Planung für das jetzige OLB-Gebäude zunächst eingereicht wurde, so haben wir durch Einflussnahme viel erreicht: ein attraktives Gebäude, einige Eichen, die entfernt werden sollten, verschönern die Situation, städtebaulich ist die Parkstraße einigermaßen geschlossen, und es ist sogar ein neuer kleiner attraktiver Platz entstanden“, listet der SPD-Fraktionsvorsitzende auf.
Aschenbeck stellt noch einmal klar, dass es nicht darum gehe, Eigentümern etwas vorzuschreiben, sondern darum, einvernehmlich mit ihnen etwas zu entwickeln. „Dadurch, dass wir vehement darauf geachtet haben, den Ortskern zu stärken – unter anderem durch die Verhinderung von Einkaufsmärkten am Ortsrand – haben wir erreicht, dass wir gemessen an anderen ähnlich großen Orten so gut wie keinen Leerstand haben“, betont Aschenbeck.
