HUDE - Wer vor der Bundestagswahl am 27. September herausfinden will, mit welcher Partei die größte Übereinstimmung besteht, kann entweder im Internet den Wahl-O-Mat nutzen oder versuchen, sich persönlich ein Bild von den Kandidatinnen und Kandidaten im eigenen Wahlkreis zu machen. Zu letzterer Möglichkeit griffen am Donnerstagabend etwa 80 Interessierte im Forum der Huder Peter-Ustinov-Schule. Sie besuchten die Podiumsdiskussion, die die regioVHS Ganderkesee-Hude und die NWZ organisiert hatten, um einen Beitrag zur Wahlentscheidung zu leisten. „Schließlich gibt es noch eine große Anzahl unentschlossener Wähler“, sagte Dr. Christian Glaß (regioVHS), der gemeinsam mit NWZ -Redaktionsleiter Stefan Idel die Diskussionsrunde moderierte.

Um die Gunst der Wähler bemühten sich Angelika Brunkhorst (FDP), Edgar Di Benedetto (Die Linke), Astrid Grotelüschen (CDU), Werner Köhler (Bündnis 90/Die Grünen) und Holger Ortel (SPD) jederzeit sachlich – mit einer Ausnahme: Mandatsinhaber Holger Ortel stichelte beim Thema Bildungspolitik gegen seine Herausforderin Astrid Grotelüschen und sprach das „Gerücht“ an, Grotelüschens drei Kinder würden eine Privatschule außerhalb des Landkreises besuchen. Die Christdemokratin reagierte angefasst: „Ich muss mich für diesen Elternwunsch nicht rechtfertigen“, und tat es dann doch: „Wir wollen für unsere Kinder eine leistungsorientierte Ausbildung, die ihnen gleichzeitig auch einen sozialen und kirchlichen Hintergrund mit auf den Weg gibt.“

Ina Wilkens, ehemalige CDU-Ratsfrau aus Tweelbäke, sorgte umgehend aus dem Publikum heraus für eine Replik: „Wer zahlt eigentlich die Berlin-Reisen, mit denen Sie Tombolas auf Festen unterstützen?“, wollte sie von Holger Ortel wissen. Der Sozialdemokrat blieb gelassen: „Das tut der Steuerzahler. Den Abgeordneten stehen 100 Plätze im Jahr zur Verfügung – die könnte ich auch einfach in meiner Partei verteilen, mache ich aber nicht.“

Eine Auswahl der durch die Moderatoren und Zuhörerfragen vorgegebenen Themen finden Sie zusammengefasst auf dieser Seite.

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